Kategorie-Archiv: Ratgeber/Sachbuch

“Das große Los” von Meike Winnemuth

Sobald ich von dem Buch wusste, musste ich es haben. Am Anfang flogen die Seiten nur so. Zum Schluss hin wurde ich langsamer: Ich wollte nicht fertig werden, ich wollte noch möglichst lang Seiten ungelesen vor mir haben. Aber irgendwann klappte ich das Buch dann doch zu. Und ich wusste: Das ist eines meiner Bücher dieses Jahres, eines, das ich nicht nach zehn, zwanzig anderen Büchern mehr oder weniger vergessen habe.

Meike Winnemuth hat bei “Wer wird Millionär” 500.000 Euro gewonnen. Ihr Traum war es, auf Weltreise zu gehen. Und das hat sie dann auch gemacht, ohne lange zu warten und ohne vorher alles bis ins kleinste Detail durchzuplanen. Zwölf Städte in zwölf Ländern in zwölf Monaten, darüber schreibt die Journalistin und Autorin so wunderbar, wie sie bloggt. Auf ihr Blog “Vor mir die Welt” war ich vor zwei Jahren gestoßen, darin schilderte sie Stationen ihrer Reise; das Buch ist nicht ganz anders, aber es ist was ganz Eigenes – und ein Hardcover mit einem schönen Schutzumschlag, das man immer wieder zur Hand nehmen oder auch mal verleihen kann.

Die zwölf Städte: Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai, Honolulu, San Francisco, London, Kopenhagen, Barcelona, Tel Aviv, Addis Abeba, Havanna

www.vormirdiewelt.de

Meike Winnemuth

Mit Kindern Geschichten erfinden: “Und was passiert dann?” von Andrea Behnke

Andrea Behnke hat ein Übungsbuch für Leute geschrieben, die mit Kindern zusammen Geschichten erfinden wollen. Das Buch ist ein wahrer Schatz. Das geht los beim Titel: “Und was passiert dann?” – genau das sagen Kinder, wenn sie sofort (!) wissen wollen, wie es weitergeht mit der Geschichte. Dann die Coverillustration von Beate Mizdalski: einfach schön und ansprechend. Und so ist auch die Gestaltung des Buchinnenlebens: mit weiteren fröhlichen Bildern, mit viel Raum für den Text und ordentlich großer Schrift sowie mit klarer Untergliederung der einzelnen Übungsteile. Insgesamt dreißig Übungen stellt Andrea Behnke vor, untergliedert in sieben Bereiche: “Warm-up-Spiele”, “Mit (Bilder-)Büchern ezählen”, “Erste eigene Geschichten”, “Geschichten und Theater”, “Mit allen Sinnen erfinden”, “Geschichten aus dem Leben” und “Draußen erzählen”.

Das Buch richtet sich an Erzieherinnen im Kindergarten. Deswegen sind es auch Übungen, die man mit kleineren oder größeren Kindergruppen machen kann. Zu jeder Übung gibt es eine ausführliche Anleitung und einen farbig unterlegten Kasten, in dem die wesentlichen Informationen zusammengefasst sind: Alter, Gruppengröße, Ort, Material, Vorbereitung, Erzähl-Schritte – und welche Kompetenzen jeweils besonders gefördert werden (Empathie, Kreativität, Konzentration …). Zwanzig der Übungen sind für Kinder ab drei, sieben Übungen ab vier Jahren. Und natürlich sind die Übungen nicht nur für den Kindergarten geeignet – sie sind hilfreich und bereichernd für alle Erwachsenen, die mit Kindern zu tun haben. Man kann sich zum Beispiel Inspirationen für den Kindergeburtstag herausholen. Oder für Schreibkurse mit Kindern. Und für den Alltag mit den eigenen Kindern – fast alle Übungen funktionieren schon mit einem Kind. Weiterlesen

Kommen Sie auf die Couch! “Psychoanalyse tut gut” von Dunja Voos

Dieses kleine Buch hat es in sich: Es ist eine Einführung in die Psychoanalyse, ein Augenöffner, Neugierigmacher und, wie der Untertitel schon sagt, ein “Ratgeber für Hilfesuchende“. Es kam für mich wie gerufen, da ich zum Thema Psychoanalyse über das übliche Halb- bzw. Garnichtwissen verfüge, bisschen Freud hier, etwas Über-Ich dort, Vorurteile hin, Vermutungen her. Das wollte ich endlich ändern. Ende Dezember hatte ich Charlotte Roches “Schoßgebete” gelesen, also vor “Psychoanalyse tut gut”. Das passte schon mal perfekt, merkte ich, denn Roches Heldin geht zur Psychoanalyse und vieles, was Roche schildert, tauchte in Dunja Voos’ Buch wieder auf, es gab so manche Aha-Momente.

Man könnte sagen, Charlotte Roche bricht mit ihrem zweiten Roman die Lanze für die Psychoanalyse, und Dunja Voos tut dies ebenfalls, natürlich auf eine gänzlich andere Art. Ganz praktisch und mit Worten, die für Laien nicht nur verständlich sind, sondern sich auch gut lesen lassen, zeigt sie die Psychoanalyse als eine Therapieform, die nicht in unsere schnelle Zeit zu passen scheint, für viele aber doch genau die richtige sein kann.

Das Buch hat rund 170 Seiten und ist in zwei Teile untergliedert: “Die psychoanalytische Therapie” und “Häufige Diagnosen”. Dafür gibt es schon mal einen Pluspunkt: kein theoretischer Ballast, kein Versuch, erst die Geschichte der Psychoanalyse runterzubeten und die Tradition, die Moderne, kurz, alle Theorie zu erklären. Sondern: rein in die Praxis, zu den Fragen, die Herr Müller mit der Depression und Frau Kunz mit der Zwangsstörung stellen würden – was ist Psychoanalyse, für wen kommt sie infrage, was passiert dabei usw. Weiterlesen

Dick ist das neue schwul? “Bauchgefühle. Mein Körper und sein wahres Gewicht” von Susann Sitzler

Ich fand ja schon Sabine Asgodoms “Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot” gut. Aber dieses Buch hier von Susann Sitzler – ist besser! Denn was bei Asgodom eher nur anklang, etwas zusammengestückelt wirkte und am Ende (in meinen Ohren) in einem “Finde dich damit ab und du nimmst schon von selbst genug ab” verhallte, ist in “Bauchgefühle” von vorn bis hinten schlüssig, griffig und auf den Punkt gebracht ausgearbeitet und durchgezogen: Jeder Körper hat sein “wahres Gewicht”!

Aber langsam. Eine Sache vorab: Ich lese keine Diätbücher. Ich. Lese. Keine. Diätbücher. Ich lese auch keine Zeitschriften, die Frauen anschreien: Kauf mich!!! Ich mach dich dünn!!! Los, mach schon!!! Jetzt aber!!! Nee, nicht mit mir. Aber Bücher, in denen es auf einem Treppchen weiter oben um dieses Thema geht: Frauen, Gewicht, dick, dünn – die hol ich mir schon eher ins Haus. Gern. Denn die deprimieren mich netterweise nicht, sondern geben mir zu denken. Bringen vielleicht auch was ins Rollen. Setzen nicht auf der untersten Stufe an (Super-Diät = dünn = glücklich).

“Bauchgefühle” also. Ein kleines, handliches Buch mit einem sehr ansprechenden Coverbild: Es zeigt drei Frauen, bester Laune, die man dick nennen könnte. Wenn man das wollte. Die sich dick nennen würden. Wenn sie das wollten. Susann Sitzlers These ist: Jeder Mensch, jeder Körper hat sein “wahres Gewicht”. Dick- oder Dünnsein ist angeboren – wie die Körpergröße, die Haarfarbe usw. Und das geht natürlich in die Anfänge der Menschheit zurück. Die, die das Essen optimal verwerten konnten, überlebten. Das sind die, die heute dick werden, wenn sie essen, wie sie wollen. Und das sind die meisten. In Ländern wie Deutschland steht das Essen jederzeit schier unbegrenzt zur Verfügung, unsere kalorienstrotzenden Körper müssen jedoch oft nur am Schreibtisch sitzen und tippen. Und zur Mittagspause aufstehen. Dann schnell einkaufen. Eine Runde durch den Park drehen. In die Kneipe gehen. Und dann ins Bett. Oder so. Weiterlesen

Wie wär’s mit “Runterschalten”? Ein Ratgeber von Wiebke Sponagel

“Runterschalten.” Das ist mal ein prägnanter Titel – ein Wort, und man weiß Bescheid. Jedenfalls habe ich nicht ans Autofahren gedacht, als ich den Titel zum ersten Mal las, sondern ans Arbeiten, und darum geht es in dem Buch von Wiebke Sponagel. Es richtet sich vor allem an Angestellte wie Wirtschaftsprüfer, Personaler, Manager, IT-Leute. Müllmänner, Bauarbeiter und Krankenschwestern sind zwar im selben Arbeits-Hamsterrad,  für sie dürfte das Buch allerdings zu verkopft und arbeitsaufwendig sein.

Ja, dieses Buch lässt sich nicht auf die Schnelle durchlesen, es fordert Zeit und Aufmerksamkeit. Was auch richtig ist, denn schließlich geht es um einen selbst und um Entscheidungen, die das Leben ändern können. Wiebke Sponagel ist Coach und Karriereberaterin, dies ist ihr erstes Buch. Zunächst zeigt sie, wie die Welt so ist, in der wir leben, Stichworte sind “Speed-Dating”, “Kochen statt Sex”, “Quality Time” mit der Familie und in der Freizeit (=Privatleben) sowie “Norm-Karriere”, “innere Kündigung”, “Stress bis zum Umfallen” (=Arbeitsleben).

Haufe.

Das Fazit des ersten Kapitels ist: Ich muss runterschalten! (Sonst bräuchte ich das Buch ja nicht.) Im zweiten Kapitel benötigt die Autorin erst mal einige Absätze, um die künftig verwendete Begrifflichkeit einzuführen. Vom “Lebensschiff”, der “Kunst des Steuerns”, von “Einhand-Seglern” und vom “Driften” ist die Rede. Wir befinden uns also auf hoher See – und dabei wollte ich etwas über das Runterschalten erfahren? Weiterlesen

Wie ticken die Spanier? So! Der “Fettnäpfchenführer Spanien” von Lisa Graf-Riemann

Da liegt mal wieder ein äußerst hübsches Buch auf dem Schreibtisch, das Cover zeigt einen Fuß im Ballerina-Schuh und ein Stück Kleid, rot mit weißen Punkten, und klar, das muss was Spanisches sein! Der “Fettnäpfchenführer Spanien” von Lisa Graf-Riemann will (laut Untertiel) verraten, “wie man den Stier bei den Hörnern packt”. Das weiß ich nach dem Lesen zwar immer noch nicht, ich gehe ja noch nicht mal freiwillig über eine Weide mit Kühen ohne Hörner, selbst wenn das eine Abkürzung wäre, aber …

Ja, ich bin jetzt schlauer als vorher, was Spanien betrifft, und wäre gern bereit, den Stier im übertragenen Sinne bei den Hörnern zu packen, es also vor Ort, zum Beispiel in Madrid oder doch mal wieder in Gijón, drauf ankommen zu lassen. Schade, dass der Urlaub in diesem Jahr anderswohin geht. Der Stierkampf ist ja ein Fettnäpfchenthema, das war mir schon bekannt, aber welche Fülle von Fettnäpfchen Deutsche in Spanien erwartet, fand ich doch allerhand.

Conbook Verlag

Der “Fettnäpfchenführer” ist kein Reiseführer, sondern ein “Land- und Leuteführer”, der enorm kurzweilig richtig viele Informationen rüberbringt. Der Leser begleitet Tom und Lena aus Deutschland, die frisch nach Spanien gekommen sind: Der eine tritt einen neuen Job in einer Softwarefirma in Madrid an, die andere wird einen Sprachkurs in Alicante besuchen. Wie es den beiden Deutschen mit WG-Mitbewohnerinnen, Arbeitskollegen, bei Ausflügen, beim Telefonieren, bei Festen usw. ergeht, wird in 33 knackigen Kapiteln berichtet, die jeweils in drei Teile untergliedert sind. Weiterlesen

Mutti ist schuld

Ich bin überzeugt davon, dass Eltern durchaus zu viele Ratgeber und Sachbücher zum Thema “Wie erziehe ich mein Kind richtig?” lesen können. Und wer hat denn überhaupt Zeit dafür? Die Tyrannen-Bücher hab ich mir erspart. Jirina Prekop hab ich mal live erlebt – und danach dankend auf ihre Bücher verzichtet. Von Jesper Juul steht natürlich was im Regal. Aber gelesen? Nee, wann denn?

Für “Mutterschuldgefühl” von Ulrike Hartmann hab ich mir die Zeit genommen (schließlich wollte ich das rezensieren). Sie schreibt auch sehr unterhaltsam, ein Ratgeber im eigentlichen Sinne ist das Buch nicht. Eher eine Mischung aus Selbsterlebtem und handfesten Informationen. Hier wird der Weg der Mütter mit ihren Kindern von der Schwangerschaft bis in die Schulzeit hinein erzählt. Besser gesagt: der Weg der Autorin mit ihren beiden Töchtern. Ihr Erleben steht exemplarisch für das vieler Mütter. Dabei trifft Ulrike Hartmann einen Ton, der zum Weiterlesen animiert: ein wenig Plaudern, aber nicht oberflächlich, leicht, mit einem Schuss Ironie. Das liest sich sehr gut.

Verlag südwest

Los geht es mit den Mutterschuldgefühlen nicht etwa erst, wenn das Kind geboren ist. Nein, davor kommen beispielsweise die Risikofaktoren. Mittlerweile gibt es 53 Risikofaktoren, darunter: Adipositas, Kleinwuchs, das Alter der Mutter (unter 18, über 35 Jahren). So werden 70 % der Frauen gleich als Risikoschwangere eingestuft – in Skandinavien sind es laut Ulrike Hartmann gerade mal um die 20 %.  Und was nicht alles geprüft und gemessen wird, wenn frau schwanger ist! Der Arzt mutiert schnell zum Vertreter für pränatale Diagnostik, und die Frau fühlt sich “schwanger-krank”. Dass sie sich Gedanken über das Kind, die Familie, die Zukunft, die Welt macht, gehört zu einer Schwangerschaft. Aber das kann schnell extreme Züge annehmen. Sie könnte sich aufs Kind freuen – und hat Angst vor Katzen (Toxoplasmose!), ansteckenden Krankheiten, dem Feinultraschall usw. Mutter werden und nicht Patientin sein – wem gelingt das?

Wenn das Kind endlich da ist, Weiterlesen

Dumme Katze, schlauer Hund? Ein Buch (nicht nur) für spät erkannte Hochbegabte

Manon García hat ein Buch über Hochbegabung geschrieben: “Sind Sie noch Katze oder schon Hund? Hochbegabung nach dem Testergebnis”. Es gebe zwar Bücher über und für hochbegabte Kinder (und deren Eltern), für Erwachsene habe sie bei der Recherche jedoch lediglich ein-zwei Bücher gefunden, die aber nichts Umfassendes zum Thema lieferten. Die Autorin legt nun ein Buch vor, das nicht ganz Ratgeber und nicht ganz Sachbuch ist. Stark ist das Buch, wenn García von ihrem eigenen Erleben erzählt. Mit 38 hatte sie einen IQ-Test gemacht und erfahren, dass sie hochbegabt ist. Ihre Reaktion auf das Testergebnis schildert sie im 1. Kapitel anhand von sechs Phasen nach Heinz-Detlef Scheer: Überraschung, Euphorie, Ernüchterung, Aggression, Trauer und Versöhnung.

Das Persönliche zieht sich durch das ganze Buch, und auch der Leser oder die Leserin werden direkt angesprochen, gesiezt, um genau zu sein. Denn das Buch wendet sich an Hochbegabte, mit denen García ihre Erfahrungen teilen und denen sie auch Hilfen für die Zeit nach dem Test geben möchte. Dass die Autorin ihren eigenen Weg schildert, passt gut – ich kann mir vorstellen, dass die Identifikationsmöglichkeit für andere spät erkannte Hochbegabte recht groß ist. Sicher lässt sich das Leben nach dem Test auch nicht verallgemeinern, sodass Handlungsanweisungen oder ähnliches fehl am Platz wären.

Wenn es darum geht, Informationen zu vermitteln, ist das Buch teils etwas schwerfällig, zitiert zu umfangreich. Es werden die Autorennamen genannt, der Titel jedoch zumeist nicht. Dafür muss man zurückblättern, in den Anhang. Zum Beispiel war von dem Auszeit-Buch Hape Kerkelings die Rede, jedoch wurde nicht erwähnt, wie es heißt. (Blättern.) Oder von einem Film Jodie Fosters, in dem es um ein hochbegabtes Kind geht, aber wie hieß er gleich noch mal? (Blättern.) Das sind jedoch Kleinigkeiten, die ein geringes Gewicht haben im Vergleich zu dem Gewinn, lesenswerte Informationen gut aufbereitet präsentiert zu bekommen. Als sehr interessant habe ich zum Beispiel die Abschnitte zur pränatalen Entwicklung und zum Schulsystem empfunden sowie über die Berichterstattung zum Thema Hochbegabung in den Medien.

In der BRD war (intellektuelle) Hochbegabung zunächst kein Thema, von den 50ern bis in die 80er Jahre hinein gab es nur die Pole “Wunderkind” und “Schulversager” – Extreme und Anderssein waren unerwünscht, (intellektuelle) Hochbegabte wurden nicht gefördert. Besser wurde das nach 1985, in jenem Jahr war in Hamburg die “6. Weltkonferenz für hochbegabte und talentierte Kinder”. Hier findet sich schon eine Erklärung, warum aktuell spät erkannte Hochbegabung ein Thema ist: Die Kinder aus der Zeit, in der Hochbegabung als gesellschaftlich nicht relevant betrachtet wurde, sind längst erwachsen und setzen sich nun mit ihrem “Anderssein”, wie es die Autorin auch nennt, auseinander. In der DDR wurde mit Hochbegabung anders umgegangen, dazu erfährt man aber nichts Näheres. Weiterlesen

Typisch Eltern! Kein Erziehungsratgeber von Felicitas Römer

Weihnachten ist überstanden, aber Silvester steht noch bevor, wir haben jetzt die Tage zwischen den Jahren, an denen die meisten Kindergärten – und die Schulen sowieso – geschlossen sind. Eine gute Gelegenheit, Kinder bei den Großeltern zu parken und Ruhe zu suchen … Aber das klappt ja nicht immer, und so dürften in einigen Familien die Nerven blank liegen. Extremsituation! Und also ideale Bedingungen, um herauszufinden, welcher Erziehungstyp man ist.

In diesem Buch geht es nicht um vermeintlich tyrannische Kinder und wie man sie brav bekommt (oder nicht), sondern um die Eltern. “Typisch Eltern – 7 Arten Kinder zu (v)erziehen” von Felicitas Römer stellt in sieben Kapiteln poinitert sieben Elterntypen vor. Das kann man sich von der ersten bis zur letzten Seite hintereinanderweg durchlesen, aber die Kapitel stehen für sich, so dass man zum Beispiel mit dem Elterntyp, der am interessantesten klingt, anfangen und irgendwo weitermachen kann. Das Buch sei “geduldig und flexibel einsetzbar”, schreibt Felicitas Römer, und so ist es auch. Die Autorin hat selbst vier Kinder, und da müssen Bücher vermutlich ab und zu länger auf dem Nachttisch warten.


Das Buch ist klein und handlich (Hardcover!), die Schrift ist leider auch nicht allzu groß, aber man muss sich nicht extra eine Brille anschaffen, wenn man sonst keine benötigt, die Dudenschrift ist schon mal kleiner, es geht also wirklich. Zu jedem Elterntyp gibt es eine Illustration von Jens Rassmus, eine gute Vorlage, die man dann mit dem eigenen Kopfbild von diesem Elterntyp abgleichen kann.

Die sieben Elterntypen: Weiterlesen