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Eine entzückende Speisekarte (mal wieder)

Es ist schon so, dass Kinder und Alte einiges verbindet. Auf dieser Speisekarte neulich durften sie sich eine Ecke teilen, Gerichte für “Kinder und Senioren”. Die Portionen mögen stimmen, aber was den Geschmack angeht, hat sich der Koch hoffentlich nach den Kindern gerichtet, die ja doch nicht so viel Salz, Pfeffer und Co. brauchen.

Auch schön: “Warme Spezialgetränke entnehmen sie bitte vom Tischaufsteller!” Ich kann berichten, dass dieser Tischaufsteller eine Karte war und auf ihr keine Getränke standen. Die brachte erst der Kellner.

Zu guter Letzt gab’s noch eine “offene Sekte”. Tsts.

Sport im Urlaub

radhemmungenNeulich im Urlaub dachten wir, dass wir die vermeintliche Nähe zum Nachbarland doch nutzen und in einem netten Städtchen ein paar schöne Stunden verbringen könnten. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber in zweisprachigen Speisekarten hoffe ich immer auf nette Schnitzer, nicht auf Schnitzel, die sind nicht mein Ding (blöder Witz, ich weiß).

Pizza Reine nahm ich, aber am schönsten war sicher die Pizza Paysanne, denn wo sonst bekommt man Radhemmungen und Plugs auf den Teller? Ich hab keine Ahnung, was eine Radhemmung ist (und keine Lust, das jetzt nachzuschauen, ich könnte ja, aber ich will nicht…), aber ich bin froh, dass ich die Pizza nicht genommen habe, denn in dem Lokal waren schon die Schinkenwürfel ungenießbar, wie wäre da erst der Speck gewesen? (Und wie zum Kuckuck kommen die von lardon – Speck – auf Radhemmung??? Und warum haben sie merguez nicht übersetzt? Ich will gar nicht wissen, in welchem Werk sie nachgeschlagen haben… Schon ein Fall für die hier, nicht wahr…)

((Ich hab jetzt mal Radhemmung und lardons gegoogelt, ja, entweder haben sich schon einige Besucher dieses Lokals gewundert oder es ist ein nicht so seltener Fehler – hm…))

Heut gibts Stippe auf die Rippe

Im Kindergarten stand neulich Folgendes auf dem Speiseplan: “Gehacktes Stippe (Gehacktes, angebraten wie Gulasch) dazu Sauerkraut und Kartoffelbrei (3, 6).” Die obligatorischen Zusatzstoffe waren diesmal Glutamat (3), vermutlich im Fleisch und Antioxidationsmittel (6), wahrscheinlich im Sauerkraut. Schön, dass versucht wurde zu erklären, wer oder was “Stippe” ist. Ich hab mal bei Wikipedia nachgeschaut, und da zeigte sich “Stippe” sehr vielseitig: Eine Mangelerscheinung beim Apfel heißt so, ein Augenleiden, ein Fehlerbild bei Lacken und – ein Gericht, die “Beamtenstippe”. Hackfleisch, ohne Anbraten in der Soße gegart. Aha. Scheint ein norddeutsches Regionalgericht zu sein. Da war der Essenlieferant ja richtig kreativ bei der Auswahl der Fertigware. Vielleicht ein Sonderangebot???

Lecker essen mit Farbstoff und Aroma

Heute gab es im Kindergarten “Germknödel mit Vanillinsoße (1, *)”. Die Zahl bzw. meistens Zahlen in der Klammer stehen für Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker usw. “1″ ist Farbstoff – für eine gelbe Soße, denn das Auge isst ja mit, nicht wahr? Das Sternchen bedeutet, dass das Essen für Vegetarier geeignet ist. Schön finde ich ja, dass sie “Vanillinsoße” und nicht “Vanillesoße” schreiben – da weiß man wenigstens gleich, woran man ist! Denn Vanillin hat mit der Vanille aus der Schote leider nichts zu tun, es ist ein Aromastoff aus dem Labor. Da fehlt also eine Zahl in der Klammer, ach ja…