Neues Jahr, neue Wandkalender

Ich hab auch irgend­wann mal mit einem Kalender ange­fan­gen. Es wur­den mit den Jahren immer mehr, denn war­um soll­te ich mich auf einen fest­le­gen, wenn es so vie­le schö­ne gibt. Und die Studienzeiten, in denen man viel­leicht nur ein Zimmer sein eigen nann­te, sind vor­bei. Selbst da konn­te man ja noch die Küche, das Bad, den Flur der WG mit Kalendern vollhängen.

Kalender sind nicht nur Wandschmuck, manch­mal will man ja wirk­lich wis­sen, wel­cher Wochentag zum Beispiel der 25. Dezember ist und wie vie­le Wochen es noch bis Ostern sind. Tages, Wochen‑, Monatskalender – von jeder Sorte hab ich min­des­tens einen. Nicht jedes Jahr die glei­chen, zumin­dest nicht alle, son­dern alle zumeist zufäl­lig: irgend­wo gese­hen, irgend­wo was drü­ber gele­sen … Manche „nur“ mit Bildern oder Fotos, ande­re mit Gedichten, kur­zen Texten. Begleiter für ein gan­zes lan­ges (kur­zes) Jahr. Drei davon zeig ich mal:

Der Mädchenkalender von Martina Hoffmann. Gelesen hat­te ich bei der Klappentexterin von ihm, jetzt hängt er links vom Schreibtisch an der Wand.

Ein Kalender mit Fotos von H. Wenn ich schon kaum noch in den Leipziger Zoo kom­me, an der Wand hab ich die Viecher Tierchen alle …

Der Literaturkalender vom Arche-Kalender-Verlag: jede Woche ein ande­res Literaten-Paar. Diese Woche sind es Rose Ausländer und Helios Hecht.

Les ich, mag ich: Zeitschriften querbeet

Ach, wer braucht schon einen Jahresrückblick oder irgend­wel­che groß­ar­ti­gen Vorsätze für das neue Jahr. Ich geb euch statt­des­sen einen (unvoll­stän­di­gen) Überblick, wel­che Zeitschriften ich lese – die­ses Jahr gele­sen habe und 2012 lesen werde.

Und wer ande­re Tipps hat, immer her damit, ich wür­de sagen, es ist noch Platz für mehr. ;)

Für alle: Mosaik

Ein ech­ter Klassiker, liest die gan­ze Familie. Auch was für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. Abrax, Brabax und Califax rei­sen durch die Zeit, gera­de sind sie im 18. Jahrhundert in Australien, an Bord der „Investigator“. Historisches und Wissenswertes wird hier so ver­packt, dass das Anschauen und Lesen ein­fach nur Spaß macht.

Erscheint monat­lich, das Jahresabo gibts ab 25 Euro.

Für Kinder: Mumpelmonster

Das Mumpelmonsterheft ist klein und fein und ganz ohne Werbung oder bil­li­ges Plastikspielzeug. Dafür gibts pro Ausgabe eine span­nen­de und lus­ti­ge Geschichte mit dem Mumpelmonster, Flammenlilli und den anderen.

Sechs Ausgaben für 12 Euro.

Für Frauen: myself

Ja, die mys­elf ist eine soge­nann­te Frauenzeitschrift. Ich muss­te eine gan­ze Weile suchen und rum­le­sen, bis ich sie gefun­den habe. Andere Zeitschriften die­ser Kategorie sind gern uner­träg­lich ober­fläch­lich, stel­len für mei­ne Begriffe viel zu sehr den gan­zen Kauf- und Modeklimbim in den Vordergrund, zie­hen in irgend­ei­ner Form über Frauen her (Stars und Sternchen), geben däm­li­che Sport- und Diättipps. In der mys­elf gibts natür­lich auch Modefotos und Kauftipps, aber in erträg­li­chem Maße. Und redak­tio­nel­le Beiträge, die ver­hin­dern, dass man das Heft in einer hal­ben Stunde durch­ge­le­sen hat. Ja, und Meike Winnemuth schreibt für die mys­elf, wenn das kein Argument ist …

Erscheint monat­lich, ich kauf sie im Laden.

Für Männer und Frauen: Das Magazin

… war in der DDR Bückware und beliebt, hat sich jetzt eine neue und über­zeu­gen­de Identität auf­ge­baut. Nennt sich Kulturzeitschrift, und das ist es wohl auch: Leute, Informationen und Geschichten. Und Stefan Schwarz schreibt eine Kolumne auf der letz­ten Seite, die mag ich.

Erscheint monat­lich, Abo ab 25 Euro pro Jahr.

Für Autorinnen und Autoren: Federwelt

Aus dem Hause Uschtrin kommt das Magazin für Autorinnen und Autoren. Sandra Uschtrin, die die Federwelt her­aus­gibt, ist auch Herausgeberin des Handbuchs für Autorinnen und Autoren, das der Verlag zu Recht als „Standardwerk“ bewirbt. An der Federwelt mag ich die bun­te Mischung (Termine, infor­ma­ti­ve Artikel, Prosa und Lyrik usw.) – und dass sie eher boden­stän­dig als abge­ho­ben ist.

Alle zwei Monate, Jahresabo 36 Euro.

Vorsicht Dacheis!

Ich weiß nicht, wie es bei Euch aus­sieht, aber wir hat­ten hier in die­sem Winter noch kei­nen nen­nens­wer­ten Schnee. Keine Dachlawinengefahr, kei­ne fie­sen Eiszapfen, die von oben fal­lend sich in den Kopf boh­ren könnten.

An den meis­ten Häusern blei­ben die Dachlawinenschilder trotz­dem das gan­ze Jahr über, wäre ja auch umständ­lich, die Schrauben, Nägel usw. immer rein- und raus­zu­ma­chen, schließ­lich ver­ge­hen die Monate wie im Flug. Und die Hauswand muss geschont werden.

Neu im Dachlawinenschilderwald war ges­tern für mich ein Exemplar mit fol­gen­der Unterzeile: „Im Schadensfall kei­ne Haftung!“. Ts, wie per­fi­de. Am Ende fällt noch jemand, der was vom Dach abkriegt, dar­auf rein und schwankt von dan­nen, weil er denkt, er hät­te tat­säch­lich kei­ne Ansprüche.

Dazu ein Artikel auf n‑tv.de (3.2.2010): Schnee und Eis auf Dächern: Eigentümer haf­tet bei Schäden