6 Kommentare

  1. Hier nur Bio, auch wenns teu­er ist. Aber eben aus die­sen Gründen. Bringt zwar in Bezug auf die Gesamtlage gar nichts, da es immer genü­gend Menschen geben wird, die ihr Essen so bil­lig wie mög­lich haben wol­len, aber immer­hin kann ich mein Essen mit gutem Gewissen genie­ßen.

  2. Tja, wenn man hier in der Gegend Biohühner bekom­men wür­de, schön wärs… Und sich die per Post schi­cken las­sen, ich weiß nicht. Werd mal nach Bauern Ausschau hal­ten, die Hühner ver­kau­fen, äh, Hühnerfleisch, das ist sicher das Beste. Huhn gibts kaum bei uns, obwohl ich das gern esse, aus eben­den Gründen… Wäre ja auch irgend­wie komisch: Bioeier kau­fen, aber beim Fleisch sind wir ja nicht so. Hm.

  3. Das gute Gewissen nach dem Biohuhn: wie­der ein Biohühnchen nach glück­li­chem Leben vor dem Alterstod geret­tet! Wer dann auch noch die schö­ne Hose aus der Textilfabrik von neben­an und Omas Pulli trägt, wer sein Haus aus Hölzern vom hei­mi­schen Wald gebaut hat und ohne Erdölprodukte aus­kommt, der kann dann sicher­lich das Biohühnchen genie­ßen. Was ich sagen woll­te: über­all klebt Blut und die Rettung der Hühner/Urwälder/Zeitarbeiter/3. Welt ist irgend­wie ein Privileg der Leute, die es sich auch leis­ten kön­nen.

  4. Na ja, wenn man nicht fünf­mal Huhn aus dem Supermarkt, son­dern ein­mal Biohuhn isst, kann man sich das leis­ten.
    Wenn ich sehe, was man­che Markenklamotten kos­ten – dafür bekom­me ich auch Ökoklamotten.
    Ökostrom ist güns­ti­ger als man­cher ’nor­ma­ler‘ Anbieter.
    Man kann ja sagen, dass man sich Öko und Bio nicht leis­ten kann, dass das sowie­so alles Schwindel ist und nichts bringt. Aber wie heißt es so schön: auch eine Reise von tau­send Meilen beginnt mit einem ers­ten Schritt… :-)

  5. Matthias, mir ist schon bewusst, dass die meis­ten Sachen, die ich besit­ze nicht so her­ge­stellt wur­den, wie ich es ger­ne hät­te. Das kann kaum jemand bewusst kon­trol­lie­ren. Aber das weni­ge, was ich kon­trol­lie­ren kann, kon­trol­lie­re ich auch so gut es geht. Ich habe nicht den Anspruch, abso­lut kor­rekt sein zu wol­len, dann müss­te ich wohl eine klei­ne Farm betrei­ben und alles, inklu­si­ve Klamotten, selbst her­stel­len. Oder zu den Amischen zie­hen.

  6. @Nikana, ich stim­me dir (und Andrea) zu, dass es für das Selbstgewissen wich­tig ist, sei­nen eige­nen mora­li­schen Standards gemäß zu kon­su­mie­ren. Was mich nur ver­wun­dert hat, und dar­auf bin ich in mei­nem letz­ten Post wohl etwas zu indi­rekt ein­ge­gan­gen, war:
    „Bringt zwar in Bezug auf die Gesamtlage gar nichts, […].“ Denn wenn du selbst nicht dar­an glaub­test, dass dein Konsumverhalten als Teil einer Bewegung Trends set­zen könn­te, die das Verhalten der, sagen wir mal Discountkonsumenten, ver­än­dert, und damit tat­säch­lich etwas ver­bes­sert, blie­be der gan­ze Aufwand mei­ner Meinung nach mora­lisch wert­los.