Astrid Lindgren: Ronja Räubertochter (1981)

„In der Nacht, als Ronja gebo­ren wur­de, roll­te der Donner über die Berge, ja, es war eine Gewitternacht, daß sich selbst alle Unholde, die im Mattiswald haus­ten, erschro­cken in ihre Höhlen und Schlupfwinkel ver­kro­chen. Nur die wil­den Druden lieb­ten Gewitter mehr als jedes ande­re Wetter und flo­gen mit Geheul und Gekreisch um die Räuberburg auf dem Mattisberg. Das stör­te Lovis, die dort lag, um ein Kind zu gebä­ren, und sie sag­te zu Mattis:
‚Scheuch die­se Grausedruden weg, damit es hier still ist, sonst höre ich nicht, was ich sin­ge!‘
Es war näm­lich so, daß Lovis sang, als sie ihr Kind gebar. Es gehe dann leich­ter, behaup­te­te sie, und wahr­schein­lich wer­de das Kind auch von hei­te­rer Natur, wenn es bei Gesang zur Welt kam.“
So beginnt das Buch, und nur weni­ge Zeilen genü­gen schon, um voll­kom­men in Ronjas Welt ein­zu­tau­chen. In mei­ner Samstagsabendwelt gewit­ter­te es hef­tig, und da kam mir die­ses Buchgewitter in den Sinn. Natürlich habe ich dann nicht nur die ers­te Seite gele­sen …

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