Christian Führer: Und wir sind dabei gewesen (2008)

Er war geklei­det wie auf dem Buchcover, wei­ßes Shirt, hell­blaue Jeansweste dar­über. Auch sonst sah er aus, als wäre er aus dem Bild gestie­gen und hät­te sich direkt an das Pult gestellt. Zuerst las er Passagen zu sei­ner Kindheit und Jugend vor. Als die Ereignisse rund um die Friedliche Revolution dran waren, sprach er frei. Nicht laut, aber gut ver­ständ­lich, berüh­rend und amü­sant. Schon zwan­zig Jahre her, das Ganze, das ist manch­mal schwer zu glau­ben …
Mittlerweile ist Christian Führer nicht mehr Pfarrer in „sei­ner“ Nikolaikirche zu Leipzig. Er reist durch Deutschland, um sei­ne Autobiographie vor­zu­stel­len und führt auch sonst nicht gera­de ein beruhli­ches Rentnerleben – das kann man sich bei der Energie, mit der er auf­tritt, auch schlecht vor­stel­len.
„Mehr davon!“, war mein Gedanke, als die Lesung mit anschlie­ßen­dem Gespräch nach etwa 90 Minuten vor­bei war. Noch ein Buch auf mei­ner Liste, und ich freue mich aufs Lesen.

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