Ich und mein Mondkalender

Zu Weihnachten bekam ich mehr Kalender, als ich gebraucht hät­te, dar­un­ter einen Mondkalender. Nun kann ich es mir nachts spa­ren, aus dem Fenster zu schau­en und den Mond zu suchen, denn wie er aus­sieht, zeigt mir ganz ohne Verrenkungen der Kalender. Ich weiß, ob der Mond gera­de zu- oder abnimmt, ob Vollmond ist oder Neumond (heu­te), außer­dem ken­ne ich nun die bes­ten Zeiten fürs Haareschneiden, Parkettbohnern, weiß, dass ich dann und dann kei­ne Pflanzen gie­ßen soll­te usw. Daran mag glau­ben, wer will, es ist schnell gele­sen und durch­aus kurz­wei­lig.

Als Bonus gibts fast jeden Tag noch ein Zitat oder einen Ratschlag, und den heu­ti­gen will ich Euch nicht vor­ent­hal­ten: „Entscheidungen tref­fen, bes­ter Tag im Jahr um mit einer schlech­ten Gewohnheit zu bre­chen!“ Als ob man nur eine schlech­te Gewohnheit hät­te. Welche nimmt man da? Und wie das ablau­fen soll, steht natür­lich auch nicht da. Nehmen wir mal an, jemand will es sich abge­wöh­nen, an den Nägeln zu knab­bern. Wenn er heu­te nicht knau­belt, macht er das nim­mer­mehr? Oder muss da ein Ritual her? Ich wer­de mir jeden­falls eine schlech­te Gewohnheit aus­su­chen und im Selbstversuch tes­ten, ob die dann weg ist. Und Ihr so?

6 Gedanken zu „Ich und mein Mondkalender

  1. Sehr schö­ner Artikel! Ich habe beschlos­sen, dass ich das Wegwerfen mei­ner völ­lig unnö­ti­ger­wei­se immer­noch gehor­te­ten Studienunterlagen („Vorlesungsmitschrift aus dem SoSe 2002 - kuck ich bestimmt noch mal rein …“) nach­träg­lich als das Brechen mit einer schlech­ten Gewohnheit defi­nie­re, mit der ich also hier­mit heu­te gebro­chen hab. Zählt das?

  2. ZU SPÄT! Nun habe ich den bes­ten Tag im Jahr ver­passt und muss all die schlech­ten Gewohnheiten noch ein wei­te­res Jahr pfle­gen. Hach ja.

  3. Liebe Danile, Liebe Nina, bloß gut, dass der Tag vor­bei ist, sonst hät­te ich viel­leicht mei­ne Vorlesungmitschriften vn 1994 weg­wer­fen sol­len. Da guck ich näm­lich auch nie rein :-)))

  4. Dass es der bes­te war, heißt ja, dass es wohl noch wel­che gibt, die sich imm­mer­hin bes­ser eig­nen als ande­re. Ich gebe dann Bescheid. :)

    Vorlesungsmitschriften von 1994 – die kannst Du ja fast ins Museum geben. (Gnihihi…)

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