Backen ist ja eine nette Sache und ziemlich vielseitig – was man nicht alles backen kann! Kuchen, Torte, Brot … Und: Väter. Letzte Woche war in einem Zeitungsbeitrag von einem „frisch gebackenen Vater“ die Rede. Man stelle sich das mal vor. Da muss man doch an „Hänsel und Gretel“ denken? Also lieber zusammenschreiben und: Glückwunsch!
Und da ich beim Thema bin: Zur Sprachqualität in Zeitungen läuft noch bis morgen eine Umfrage der Protextbewegung, hier ist der Link.
Guck mal, wer da hämmert
Die Sprache der Handwerker sei den Nichthandwerkern ein Buch mit sieben Siegeln oder doch zumindest ein Anlass, sich Gedanken zu machen. Gestern in der Stadt vernahm ich ein Hämmern und fand als Quelle des Lärms einen Dachdecker, der auf einem Dach hockte und seiner Arbeit nachging. Die Firma, für die er arbeitete, hatte am Gerüst ein Schild mit ihren Kontaktdaten angebracht, ganz oben stand: „Bedachungs GmbH“. Handwerksschublade auf, „bedachen“ hinein – und zu. „Bedachungs GmbH“ sieht nicht schön aus, oder?
Alles auf „ow“
Ruhig war es hier. Nun, ich habe Urlaub auf dem Dorf gemacht. Keine Zeitung gelesen, kein Radio gehört, aufs Internet verzichtet. Zwei Wochen lang! Die Frösche im Teich nebenan quakten rund um die Uhr, die Nächte waren stockduster, Essbares und Trinkbares gab es im Dorf wochentags nicht zu kaufen. Die Hofschweine mampften Löwenzahn und an einem Sonntag sehnte ich mich nach einem Eis (es gab keins).
Ihlow heißt das Urlaubsdorf, es befindet sich recht nah an der polnischen Grenze. Da hat ja fast alles ein „ow“ am Ende. Wenn ich meine Wanderkarte konsultiere, finde ich: Batzlow, Drehnow, Fehrow, Grunow, Hönow, Ihlow, Kuschkow, Lichtenow, Mahlow, Prädikow, Reichenow, Storkow, Tornow, Waldow. Vierzehn, immerhin! Ob man das Alphabet komplett bekommen könnte, weiß ich nicht, vielleicht findet ja jemand noch mehr „ows“ …