Unter dem Meer (2): der Axolotl

Manche Tiere sind schon komisch, beson­ders Fische. Dachte ich mir so, als ich den Axolotl sah. Der hat den Körper eines Fisches, läuft aber auf vier Beinen, die so gar nicht zum Körper zu gehö­ren schei­nen. Da müss­ten doch Flossen sein!

Doch der Axolotl ist ein Schwanzlurch aus der Familie der Querzahnmolche, steht in der Wikipedia. Klingt toll, sagt mir aber nicht viel. Wobei man mit einem Lurch ja schon was anfan­gen kann: vier Beine und ein Schwanz. Der Salamander ist ein Lurch.

Der Axolotl in die­sem Aquarium blieb hin­ter der Deko und hielt also sei­nen Schwanz bedeckt. Wenn der irgend­wie abhan­den kommt, wächst er wohl wie­der nach. So wie die ande­ren Glieder und sogar Organe. Wegen die­ser Eigenschaft wird gern an dem Axolotl geforscht. Armer Kerl, beson­ders die hel­len sehen ja wirk­lich zum Erbarmen aus: der Nacktmull unter den Lurchen. Ein Produkt der Züchter, eigent­lich sind Axolotl wohl eher dun­kel.

Und, na ja, der Axolotl hat es ja letz­tes Jahr in die Bestsellerlisten geschafft: mit Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill“. Ob in dem Buch tat­säch­lich ein Axolotl-Schwanzlurch vor­kommt, weiß ich nicht, ich hab es nicht gele­sen.

7 Kommentare

  1. „der Nacktmull unter den Lurchen“ sehr schön! :-)

    Ich habe komi­scher­wei­se noch nie einen gese­hen, obwohl ich in fast jeder Stadt mit gro­ßem Aquarium sel­bi­ges auf­su­che. Vielleicht hat­te ich aber auch Pech und bin immer gera­de am Axolotl zu schnell vor­bei­ge­ga­negn, weil zu vie­le ande­re Leute an der Scheibe kleb­ten. Beim nächs­ten Mal hal­te ich bewusst nach ihm Ausschau.

    In wel­chem Aquarium hast du den gese­hen?

  2. Der Axolotl wird wohl gern über­se­hen, mei­ne Begleitung konn­te sich nicht an ihn erin­nern. ;-) Wir waren in einem rela­tiv klei­nen Aquarium, in Oberwiesenthal – dar­über hab ich in mei­nem ande­ren Blog biss­chen aus­führ­li­cher geschrie­ben, mit Fotos: http://schwarzenberg-blog.de/?p=3428. (Das Aquarium hat noch kei­ne Website.)

  3. Ah, dan­ke! Scheint ja nicht so auf­re­gend zu sein, dafür lohnt sich die Anreise aus Regensburg eher nicht. Regt mich aber dazu an, end­lich mal vom Haus des Meeres in Wien zu berich­ten, eines der schöns­ten Aquarien, die ich bis­her besucht habe.

  4. Nee, das lohnt sich wirk­lich nicht. ;-) Aber in der Gegend gibt es durch­aus ande­re net­te Sachen zu sehen.

    Und auf die Fotos bin ich gespannt! Ich hab ja auch eini­ge gemacht, aber dafür braucht man wohl doch eine bes­se­re Kamera als die, die ich immer dabei­ha­be …

  5. Bilder habe ich lei­der nicht vie­le, zumin­dest nicht von den Fischen, weil dort lau­fend Kinder im Weg waren. Ich hat­te mir irgend­wie den ungüns­tigs­ten Tag aus­ge­sucht, es waren unzäh­li­ge Kindergruppen unter­wegs. Allerdings habe ich eini­ge Bilder vom Tropenhaus, das eben­falls im Haus des Meeres unter­ge­bracht ist. :-)

    Ansonsten … Für den Herbst suche ich noch ein paar Ausflugsziele, wenn du mir etwas emp­feh­len kannst, her damit! Ich lie­be Tageswanderungen und habe lei­der noch kein Auto, bin also auf eine gute Bahn-/Busverbindung ange­wie­sen.

  6. Mit dem Zug sind es von R. aus fünf Stunden nach Prag, vier­ein­halb hab ich auch gese­hen. ;-) Aber ein Tagesausflug wäre das eher nicht.

  7. Pingback: Unter dem Meer (3): Mr. X | querbeet gelesen