Gott schütze dieses Haus

Ein Spruch an einem Haus in Warnemünde, in der Alexandrinenstraße, geknipst an einem Sonnentag im frü­hen Herbst, auf dem Weg zum Meer.

„Gott schüt­ze die­ses Haus vor Not + Feuer,
vor Stadtplanung und vor Steuer“

Bescheidenheit ist eine Zier …

… heu­te gehts auch ohne ihr. Ja, klar, eigent­lich kein Fall für den Dativ, aber manch­mal ist der Reim ein­fach zu stark und ich bin zu schwach, ihm zu widerstehen.

Bescheidenheit: Ich glau­be, dass nicht nur das Wort vom Aussterben bedroht ist. Wenn man etwas ver­kau­fen will, gibt es die, die (sich) ver­kau­fen kön­nen und die, die es nicht kön­nen. Wenn etwas ange­bo­ten wird, nimmt man es – oder lässt es blei­ben. Diese Zeit ist eine, in der das Konzept „Bescheidenheit“ kei­nen Platz mehr hat. Warum soll­te man sich auch klei­ner machen, als man ist – und nicht ein­fach z.B. ein Lob akzep­tie­ren und „Danke“ sagen?

Letzte Woche bin ich auf Werbung gesto­ßen, bei der mir das Wort „Bescheidenheit“ in den Sinn kam. Ganz süß fand ich das, aber auch irgend­wie dumm. Da wird eine Musik-CD bewor­ben, und ganz groß steht auf dem Poster: „bis­her ein­ma­lig“. Da fehlt doch noch was, ich ergän­ze mal: „unse­res Wissens bis­her ein­ma­lig“. Na, Verkaufen geht so nicht …

Besitos y mas

Wenn ein Restaurant „Besitos“ (Küsschen) heißt und „tapas y mas“ (Tapas und mehr) anbie­tet – wofür steht dann wohl das „mehr“ … (Herbst, eine gute Zeit fürs Kopfkino!)