Kunstklo

Die Stadt braucht die­se Häuschen! Jede Stadt… Die meis­ten ver­ste­cken sie. Aber es geht auch anders. Beispiel?

Mehr Kunstklos fal­len mir nicht ein, kennt Ihr welche?

Ich hät­te dann noch ein bemal­tes Häuschen zu bie­ten. Also ’nur‘ Bilder außen, nicht das gan­ze Drum und Dran. Besagtes Häuschen steht in Schwarzenberg am Bahnhof, gestal­tet hat es Ralf Alex Fichtner (RAF) in sei­ner „New World Art“. Es ist noch nicht ganz fer­tig, aber man sieht schon, in wel­che Richtung es geht. Auf dem Bahnhofsgelände gibt es wei­te­re „New World Art“-Bilder, sie­he Foto Nummer 3, das RAFs Version von Schloss und Kirche in Schwarzenberg zeigt.

Und wer sich jetzt fra­gen soll­te, was das sein soll: New World Art – das ist Ralf Alex Fichtners höchst­ei­ge­ne Kreation. Der Maler und Grafiker, der komi­scher­wei­se kei­nen Eintrag in der Wikipedia hat, … Ach nö. Ich erklä­re das jetzt nicht. Vielleicht spä­ter. Wer mag, kann schon mal Vorschläge machen: Warum heißt das bit­te­schön New World Art? Immer zu!

Am Freitag ein Jahr

Vor einem Jahr, am 26. März 2009, einem Donnerstag, schrieb ich den ers­ten Artikel fürs Querbeet-Blog: „Lecker essen mit Farbstoff und Aroma“. Der Post, den Ihr heu­te hier lest, ist der 171.

Diese Zahl neh­me ich mit in mein klei­nes Spiel. Dafür brau­che ich vier CDs von Element of Crime, näm­lich

  1. Damals hin­term Mond (1991)
  2. Weißes Papier (1993)
  3. Die schö­nen Rosen (1996)
  4. Romantik (2004)

Die ers­ten Wörter der zehn bezie­hungs­wei­se elf Lieder jeder CD, ins­ge­samt 171 Wörter, erge­ben – was? Irgendwas. Ich will doch nur spielen…

(1) Das Leben lief im Schweinsgalopp / Jetzt sit­zen wir schon wie­der hier / Schöne Menschen, wo du immer hin­siehst / Ein völ­lig nutz­lo­ser Mensch steht auf / Der Kopf gewa­schen / Den Kragen hat er umge­dreht / Drüben am Horizont / Ein schma­ler Streifen Schenkel / Wie es mir geht / Kauf dir ein Säckchen voll Blei /

(2) Ich war­te am Bahndamm / Im Gepäck nicht mehr als sie­ben Sachen / Das Glas, aus dem du nie getrun­ken hast / Draußen hin­term Fenster / Ein alter Mann / Öffne nicht die Zähne / Merkst du / Ihr Herz ist kalt / Getrunken hab ich wenig / Laß mich noch eine rau­chen, dann auf / Ich nehm dei­ne Katze /

(3) Wir hocken uns trau­rig / Mit zit­tern­den Händen / Über Nacht / Ich schrei­be dei­nen Namen / In mei­nem Schädel / Ich lau­fe wie ein Trottel / Kurz vor der ers­ten Straßenbahn / Braungebrannte Arme / See them tumb­ling down / Freut mich /

(4) Ich lie­ge nur noch hin­term Haus / Am Ende der Straße / Wir haben viel zu lang geschla­fen / Siehst du die­sen Teller / Nimm die Hände / Ich wisch / Alle vier Minuten / Es reg­net / Wann kommt der Wind / Ich weiß auch noch nicht /

Die Puddingoffenbarung

Vor eini­gen Jahren ging mir ein Licht auf, ich hat­te eine Offenbarung – eine Puddingoffenbarung. Ich kapier­te, dass man sich Pudding nicht in Tüten kau­fen muss, son­dern dass man ihn genau­so schnell und viel ein­fa­cher selbst machen kann. Es ist wie mit den Backmischungen, die in den aller­tolls­ten Verpackungen* ver­kauft wer­den, und zu denen man dann noch Milch, Butter, Eier usw. geben muss, so dass man sich fra­gen könn­te, wofür man da eigent­lich Geld aus­ge­ge­ben hat.

Wenn Ihr Pudding aus der Tüte kocht, müsst Ihr Milch und Zucker zuge­ben. Wenn Ihr Pudding selbst macht, braucht Ihr Milch, Zucker und Speisestärke. Fertig. Na gut, nicht ganz, Ihr wollt ja wahr­schein­lich, dass der Pudding nach etwas schmeckt. In der Tüte bekommt Ihr lecke­re Zugaben, hier eine klei­ne Kostprobe:

  • Vanille-/ Mandelpudding: Chinolingelb, Gelborange S.
  • Schokopudding: modi­fi­zier­te Stärke, Maltodextrin, Carrageen
  • Sahnepudding: Laktose
  • Erdbeerpudding: Echtes Karmin, Kurkumin, Beta-Carotin

Natürlich kei­ne Spur von ech­ter Erdbeere, rich­ti­ger Vanille. Wozu gibt es Aromen? Viel Chemie für eine harm­lo­se Süßspeise, aber bei den Fertigprodukten, die man ange­rührt in der Kühlung kau­fen kann, siehts ja meist genau­so aus

Es ist so: Pudding frei Schnauze kochen macht Spaß! Man muss nicht skla­visch auf vor­ge­schrie­be­ne Mengen ach­ten, man kann pro­bie­ren, wie man den Pudding selbst will, also als Soße, eher fest, mit­tel … So gehts:

  1. belie­big viel Milch in den Topf geben
  2. Zucker in den Topf, nicht umrüh­ren, erhitzen
  3. Speisestärke in einer Tasse mit etwas Milch anrühren
  4. Milch kommt hoch, Speisestärke-Milch reingeben
  5. rüh­ren, auf­ko­chen las­sen, vom Herd neh­men, sobald der Pudding blub­bert und Blasen bildet

Geschmack bekommt Ihr rein, indem Ihr Kakaopulver (das ohne Zucker) oder Vanillezucker (aus Schoten, nicht Vanillin) zur Speisestärke-Milch in die Tasse gebt. Wollt Ihr Erdbeer‑, Heidelbeer‑, Traubensaftpudding, nehmt Ihr statt Milch zum Speisestärkeanrühren den Saft.

Wenn man die ers­ten Male den Pudding so kocht, merkt man rich­tig, wie man umden­ken muss. Tüte, Tüte, Tüte, das steckt tief drin, das geht schwer raus. Kauft kei­ne Tüten mehr, son­dern Speisestärke. Und tobt Euch aus!

*Prinzessin Hullatrulla, Ritter Rumpelschrumpel, Pirat Knackeldackel, Glitzer, Glanz und Gloria