Andrea Doria

Gestern bei der Post stach mir Werbung für neue Briefmarken ins Auge. Sozusagen. Ich hab die 45-er „vom Udo“, wies die Frau von der Post nann­te, mit­ge­nom­men, denn wann heißt eine Briefmarke schon mal fast wie man selbst.

Den Liedtext hab ich nach­ge­le­sen, in der Wikipedia gese­hen, dass es vie­le Andrea Dorias gab, unter ande­rem einen genue­si­schen Admiral, der 1523 an einem Mordkomplott in Monaco betei­ligt war. Dennoch wur­den nach die­sem Andrea Doria etli­che Schiffe benannt, dar­un­ter ein Luxusliner, der 1956 auf dem Weg nach New York mit einem schwe­di­schen Passagierschiff kol­li­dier­te und dar­auf­hin sank. Allerdings erst am nächs­ten Tag, so dass 1660 Menschen geret­tet wer­den konnten.

Über wel­che Andrea Doria Lindenberg singt, weiß ich jetzt nicht, die Briefmarken gibts jeden­falls erst seit dem 1. Juli, sie sind also rich­tig frisch. Lindenberg hat sie selbst gestal­tet (es gibt noch eine 55-er mit dem Sonderzug nach Pankow) und spen­det das Honorar der Udo-Lindenberg-Stiftung, die jun­ge Texter und Musiker fördert.

Wie kommt man zum Zwiebelfisch?

Wir schrei­ben das Jahr 2010. Und bege­ben uns auf eine Suchreise in die unend­li­chen Weiten des Internets. Wir geben den Namen „Helmut Fickenwirth“ ein, weil wir andern­orts einen Artikel über sein neu­es Buch geschrie­ben haben und wis­sen wol­len, was Ixquick so alles ausspuckt.

Und da sto­ßen wir auf den Zwiebelfisch. Oha! Wie das? Es über­rascht uns nicht sehr, letzt­end­lich, denn wir wis­sen, dass Helmut Fickenwirth den Spiegel liest, auch wenn er schon seit mehr als 50 Jahren in Amerika lebt. Ob er es sei­nem doch sehr unge­wöhn­li­chen Namen zu ver­dan­ken hat, dass Bastian Sick aus­ge­rech­net sei­ne Meinung zum Thema Friseur auf­griff, als es beim Zwiebelfisch ums „Hairzblut der Friseure“ ging?

Zu sei­nem Namen schreibt Helmut Fickenwirth in sei­nem Buch Folgendes:

Der Ururahne, dem wir Fickenwirthe unse­ren sel­te­nen Namen zu ver­dan­ken haben – ich schrei­be absicht­lich und ganz bewusst ‚ver­dan­ken‘ – war nicht Besitzer eines Freudenhauses, son­dern – höchst­wahr­schein­lich – ein ehr­sa­mer Gastwirt. Ficke ist die alt­deut­sche Bezeichnung für eine Umhängetasche, ähn­lich wie sie Postboten tru­gen. Oder ist es eine Manteltasche? (aus: Helmut Fickenwirth, „Von einem der aus­zog die Freiheit zu suchen und was er statt­des­sen fand“)