Stadtfestfunde

Am Sonntag war ich auf einem Stadtfest. Zwischen Rittern, Gauklern, Krämern, Rummellauten, Essen, Trinken und Brillenkauf fiel mir zwei­er­lei auf: ein Atelier namens „Stielleben“ und ein „Eisneger“.

Serviervorschlag

Leicht, flüs­sig, frisch und schnell – so muss das Essen in die­sem hei­ßen Sommer sein, und wenn nicht alles auf ein­mal, dann wenigs­tens eins davon. Marmelade hat man schnell auf dem Brot, das geht also. Und wie ich ges­tern beim Frühstücken so das Etikett mus­ter­te, fiel mir mal wie­der die­ses Wörtchen auf, das man öfter auf Verpackungen sieht: Serviervorschlag.

Diesmal fand ich das schon lus­tig: Wie soll denn das bit­te gehen, die Marmelade wie abge­bil­det zu ser­vie­ren? Aus Beeren Marmelade zu machen, das trau ich mir noch zu. Wobei ich bei mei­nem bis­her ein­zi­gen Einkochversuch Pech hat­te und alle Gläser Schimmel ansetz­ten. (Heul.) Aber wie bekom­me ich die Beeren wie­der an den Strauch? Oder soll das ein sub­ti­ler Hinweis dar­auf sein, was hier gesün­der ist, also jeden­falls nicht die Marmelade mit ihrem Zuckergehalt von mehr als 50 Prozent? Wer weiß.

Pubär lässt grüßen

Mein Honig (oder das Glas, in dem er sich befin­det) erzählt mir von Linden, die duf­ten und honi­gen. Honigen. Pu wür­de das lie­ben! Honigen steht nicht im Duden. Dafür „Honiglecken“ – „etwas ist kein Honiglecken“. Kenn ich so nicht, bei mir heißt das „Zuckerlecken“. Und bei Euch so?

Pu. Ach, Pu! Die Pu-CDs haben unse­re Sommerurlaubsunterhaltung bestrit­ten, wenn wir im Auto unter­wegs waren. Harry Rowohlt konn­te die glei­chen Geschichten immer wie­der erzäh­len – egal! Jedesmal ein­fach umwer­fend. Das Buch haben wir natür­lich auch. Englisch und die Gesamtausgabe Deutsch. Übersetzung von Harry Rowohlt, Bilder von Ernest Shepard. Tausendmal schö­ner als die Disneyvariante.