Da dies kein Wurmblog werden soll, wird dieser Eintrag der letzte zu diesem schönen Thema sein. Not quite like Beethoven hat gefragt, ob es für die Wurmsuche einen besonderen Grund gebe. Die Antwort ist: Ja. Nein. Äh – jein. Die Idee war einfach da, aber natürlich kam sie nicht aus dem Nichts. Zum einen war dieser Wurmfragetag ein verregneter Tag gewesen, sodass ich sicher ein paar Regenwürmer gesehen habe oder der Gedanke an einen Regenwurm zumindest näher lag als – sonst, bei schönstem Sonnenwetter. Zum anderen hatte ich neulich beim Staubsaugen eine etwas seltsame Begegnung. Ich saugte so fröhlich vor mich hin, da sah ich etwas, das nicht ins Staubsaugbeuteschema passte – kein Steinchen, keine Fluse, keinen ordinären Staub, sondern: einen Regenwurm. Ja, einen richtigen, lebendigen Regenwurm. Im Arbeitszimmer auf dem Fußboden, am runden Teppich. Ich weiß immer noch nicht, wie er da hingekommen ist. Ja, wir lassen das Fenster öfter offen, aber können Regenwürmer Hauswände hochkriechen? Das wäre mir neu … Es gibt auch Fotos von diesem denkwürdigen Ereignis, aber da dieses Blog bisher ohne Bilder ausgekommen ist, wollte ich das eigentlich auch nicht für einen Wurmbeweis ändern. Nun ja, und dann wollte ich hier einfach mal paar andere Einträge als immer nur meine lesen …
Insgesamt acht neue Wurmwörter kamen, ich hatte sieben hingekriegt. M. behauptete, er hätte ja gern auch ein Wort beigetragen, ihm sei aber keines eingefallen. Das kann ich jetzt aber gar nicht glauben, so beschränkt ist die Welt der Würmer mit Sicherheit nicht! Ich weiß nun (wieder), dass der Regenwurm ein Ringelwurm ist – ein Danke dafür nach Madrid, Nubecita! Von Petra S. stammt das Wurmloch – warum mir das nicht eingefallen war, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich zu lange kein Raumschiff Enterprise mehr gesehen… Ein wenig negativ waren die Vorschläge von Nastef U., da hat vielleicht das schlechte Wetter durchgeschlagen? ;-) Ich hab dann noch festgestellt, dass viele Würmer keine nette Homepage haben, sondern auf Linklistenpseudoseiten vor sich hin darben, so der Ringelwurm, der Ohrwurm, der Holzwurm… Die armen Würmer! Auf regenwurm.de werden immerhin Würmer verkauft, aber besonders hübsch ist die Seite nicht. Und da ich jetzt wieder beim Regenwurm angekommen bin, lass ich die Würmer gut sein und trinke in Ruhe meinen Tee.
Autor: Andrea Groh
Tadaaaa: Der Mongolische Todeswurm
Dank Onete ist die Wurmsuche nun auf den „Mongolischen Todeswurm“ gekommen. Nie gehört? Nun, er soll in der Wüste Gobi sein Unwesen treiben, und die liegt ja nicht gerade vor der Haustür. Mehr zu lesen über dieses vielleicht nicht ganz so possierliche Tierchen (aber die Geschmäcker sind ja verschieden) gibt es hier: Link. Der Link stammt auch von Onete, danke für den Tipp! :-)
Ein Wurm? Ein Lindwurm!
Wo fängt der Drache an, wo hört der Lindwurm auf? Oder: Wann ist der Lindwurm ein Lindwurm? Das scheint ja eine Wissenschaft für sich zu sein… Vielleicht kennt jemand die Antwort? Ich nicht… Mein Lieblingslindwurm ist jedenfalls Hildegunst von Mythenmetz, der größte Schriftsteller Zamoniens, dessen Übersetzer Walter Moers in „Ensel und Krete“ mit „Von der Lindwurmfeste zum Bloxberg“ die „halbe Biographie“ des Erfinders der „Mythenmetzschen Abschweifung“ vorlegt. Mythenmetz geht aufrecht, hat drei Finger (Krallen wohl eher), die er ja zum Buchhalten und Schreiben braucht, relativ große Flügel usw. Würde mich jetzt mal interessieren, ob ein gewisser Ritter Georg auch mal in Zamonien war? Und woher der namenlose Lindwurm stammte, gegen den Ritter Georg in diversen Ländern und Städten der Menschenwelt zu kämpfen hatte?