Vom Geschirrspülmittel lernen …

Nein, ich ste­he nicht stän­dig in der Küche und im Bad und über­le­ge, was ich noch über Reinigungsmittel und Co. schrei­ben könn­te. Aber manch­mal fällt einem das eben ins Auge, da kann man gar nichts machen …

„Sehr gute Umweltschonung“ steht auf mei­nem der­zei­ti­gen Geschirrspülmittel, und ich bin wirk­lich beein­druckt. Wie anders liest sich das als: „Die Umwelt wird kaum belas­tet.“ Umweltschonung – da will man doch gleich rich­tig viel von dem Mittelchen neh­men, denn es tut der Umwelt ja gut! Oder?

Ich neh­me mir fest vor, ab jetzt eben­so posi­tiv zu for­mu­lie­ren. Nicht: Ich hab das noch nicht gemacht, aber ich kanns ja mal pro­bie­ren. Sondern: Sie haben Glück, Sie wer­den mein Referenzprojekt sein. Auf gehts!

Abstand, bitte! Oder?

Ich hat­te in der Wikipedia nach „Brandopfer“ gesucht. Bei einem Satz staun­te ich über die Formulierung:

Menschenopfer sind in dem Kontext der unter­schied­li­chen Zweckgebundenheiten als die qua­li­ta­tiv höchs­te Form einer Opfergabe zu wer­ten. (Quelle: Wikipedia)

Hier fehlt mir die Relativierung. Der Abstand. Oder ist es zu viel Abstand?

Für die Mutti

Er ist nicht mehr weit, der Mutti‑, par­don, Muttertag, und also bekom­men die Kinder der Muttis zahl­rei­che Geschenkideen prä­sen­tiert. Wie wärs zum Beispiel mit einem „Bild für die Mutti“ für 33 Euro? Ich ken­ne es ja eher so, dass die „Mutti“ einen Strauß Blumen bekommt, und damit gut …

Und ja, die­ses „Mutti“ ist doch ziem­lich irri­tie­rend, denn die Werbung rich­tet sich an Leute, die 33 Euro für ein Foto (mit Bilderrahmen!) aus­ge­ben wür­den, und das sind in der Regel weder Teenager noch Kleinkinder. Ist der Mann ange­spro­chen, der sei­ne Frau „Mutti“ nennt und der dafür „Vati“ geru­fen wird?

Oder ist da eine Übermutti („die Mutti“), für die gesam­melt wird, damit man ihr ein Bild schen­ken kann? Wenn ich dafür einen Blick auf die Übermutti wer­fen kann, gebe ich gern 50 Cent dazu. Na denn …