Einer zu wenig, einer zu viel

Ich den­ke immer wie­der an die Göterspeise. Sie ist in einem Winkel mei­nes Gehirns abge­spei­chert und blub­bert her­vor, wenn ich nicht damit rech­ne. Sie muss da lang­sam weg, sie muss abge­legt wer­den, und des­we­gen wer­de ich sie jetzt hier ver­ewi­gen. Die Göterspeise. Begegnet ist mir die­ses hüb­sche Wort in einem Biomarkt, die Etiketten waren selbst­ge­druckt.

Wie viel mehr hat doch die Göterspeise zu bie­ten als ihr Pendant mit zwei „t“. Während das eine nur den gött­li­chen Genuss trig­gert, geben die Göter zu den­ken. Stecken da die Goten drin oder gar Göte, ähem, Goethe? Warum dann aber Göter? Das Leben ist wirk­lich eine ein­zi­ge Fragerei – viel Spaß dabei!

Das Dammwildgehege habe ich auf einer Stadtwebsite gese­hen. Ich fin­de, das ist einer die­ser Verschreiber, die einen kurz an sich selbst zwei­feln las­sen. Stimmt das so? Oder doch nicht? Nee, das ist ein „m“ zu viel. Damwild, denn: die Gattung ist „dama“ und der wis­sen­schaft­li­che Name „dama dama“. Nicht „dam­ma dam­ma“. Wobei das eigent­lich lus­ti­ger wäre. Hat was von einem Fluch. Verdammtes Wild, immer fresst ihr die jun­gen Bäume run­ter, Damma, du!

2 Gedanken zu „Einer zu wenig, einer zu viel

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