„… und jeder will ein Held sein und irgendeine Heldentat vollbringen“

In vie­len Blogs, Mode- und Mädchenblogs, greift sich die Bloggerin eine Zeile aus einem Lied, einem Gedicht, auch mal aus „Faust“, das kommt vor, und das ist dann der Blogartikeltitel. Manchmal fol­gen nur Fotos von irgend­ei­nem Outfit, manch­mal ein paar Worte dazu, mal weni­ge, mal vie­le. Oft hat der Titel über­haupt nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun, jeden­falls nicht für eine Leserin, die nicht in den Kopf der Bloggerin schau­en kann. Würde ich auch gar nicht wollen.

Hier in mei­nem Blog ist das ja alles total auf­ge­räumt, der Titel führt garan­tiert nicht in die Irre, was der Titel ver­spricht, hält der Artikel. Manchmal ist er eher schwam­mig oder sehr andeu­te­risch, aber ich will ja nur spie­len. Für die­sen Artikel hab ich mir die Zeile eines Liedes genom­men, ich will auch mal Modemädchenbloggerin sein. Aber Fotos von mir gibts hier nicht. Dafür eins, das ich letz­te Woche gemacht habe, auf dem Nachhauseweg. Kurz vor dem Abend, bei Einbruch der Dunkelheit. Ein Licht.

„… und jeder will ein Held sein und irgend­ei­ne Heldentat voll­brin­gen // So auch ich natür­lich, // ich will der, der dich hier her­aus­holt sein.“ Das ist mal wie­der typisch Element of Crime. Die letz­te Zeile hol­pert der­ma­ßen am Ende, das tut fast weh beim Lesen. Aber wenn Sven Regener das singt: Das muss so. Ist wohl so was wie ein Liebeslied, „Bitte bleib bei mir“ heißt es. Passt aber auch, wenn es um den letz­ten Abschied geht, wie der Tod euphe­mis­tisch genannt wird, hin und wie­der, gera­de eben. Wobei man da so gar nicht Held sein kann, wenn jemand stirbt. Was will man da für eine Heldentat voll­brin­gen? Wenn das Zurückholen nicht geht. Das Herausholen. Und nein, es ist kei­ne Heldentat, wei­ter­zu­le­ben. Das geht (meist) von allein.

Welttag des Buches 2012: Was für Lesefreunde

Am 23. April ist der Welttag des Buches, und in die­sem Jahr haben sich die Veranstalter etwas Besonderes ein­fal­len las­sen. Wie gehabt wer­den Schülerinnen und Schüler das Buch „Ich schenk dir eine Geschichte“ bekom­men. Aber dies­mal ist auch etwas für Leser, die dem Kinderbuchalter ent­wach­sen sind, drin: die Aktion „Lesefreunde“!

33.333 Lesefreunde kön­nen sich bis zum 20. Februar auf der Website regis­trie­ren und ein Buch von 25 aus­su­chen. Von die­sem erhal­ten sie dann 30 Exemplare, die sie ver­schen­ken dür­fen und sollen.

Initiatoren der Aktion sind die Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und deut­sche Buchverlage. Die Verlage las­sen eine Sonderedition dru­cken und geben sie kos­ten­los ab. Die Autorinnen und Autoren erhal­ten eben­falls kein Honorar für die­se Ausgaben, unter ihnen sind Wladimir Kaminer, Axel Hacke, Siegfried Lenz, Daniel Kehlmann und Nele Neuhaus.

Eine tol­le Idee! Und die Website ist rich­tig gut, die allein ist schon min­des­tens einen Blick wert. Hier sind die Links: Welttag des Buches, Aktion „Lesefreunde“.

Leipziger Buchmesse 2012: autoren@leipzig

Eben auf literaturcafe.de dar­auf gesto­ßen und auf der Buchmesse-Website nach­ge­le­sen: Die Buchmesse Leipzig bie­tet ab die­sem Jahr ein Fachprogramm für Autoren an, autoren@leipzig.

Das Forum „leipzig.liest.digital“ wird Autoren unter ande­rem über die Veröffentlichung von E‑Books, Verlagssuche und Marketing infor­mie­ren. Im „Digitalen Wohnzimmer“ stel­len sich Online-Literaturportale vor, und geplant ist auch ein Barcamp, in dem sich Autoren aus­tau­schen kön­nen. (Warum eigent­lich Barcamp? Viele dürf­ten nicht wis­sen, was das ist, im Duden steht es auch noch nicht. Die Wikipedia ist natür­lich schnel­ler: „eine offe­ne Tagung mit offe­nen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst ent­wi­ckelt und im wei­te­ren Verlauf gestal­tet wer­den“ sei das. Aber Barcamp klang wohl bes­ser als Tagung …)

Leipziger Buchmesse: vom 15. bis zum 18. März 2012

Das Fachprogramm kann ab dem 16. Februar 2012 unter www.leipzig-liest.de ein­ge­se­hen werden.

Die Buchmesse-Veranstaltungen von literaturcafe.de: hier nach­le­sen.