Das überförderte Kind

Auf Papier liest sich das bes­ser, aber der Artikel aus dem ZEIT-Magazin ist auch online: „Ich will doch nur spie­len“. Worum es geht? Wie Kinder heu­te geför­dert wer­den und dass sie damit oft über­for­dert sind. Ulrike Keglers „Liste der sinn­vol­len Alltagsdinge“ schreib ich mal hier ab:

„Etwas vor­le­sen.
Zusammen kochen.
Auf einen Berg klettern.
Ball spielen.
Gemeinsam aufräumen.
Fahrrad statt Auto benutzen.
Gar nichts machen.“

Hey, das klingt gut für mich! Ich bin dabei …

Labergerät

Der Duden ist sel­ten um ein Wort ver­le­gen, aber zwi­schen Deckel 1 und Deckel 2 pas­sen eben nicht alle Wörter, die so im Umlauf sind. In der fri­schen 25. Auflage kann ich 135.000 Stichwörter nach­schla­gen, aber das, was ich suche, fin­de ich nicht: Labergerät. Auf Seite 666 steht immer­hin „labern“: „ugs. für schwat­zen, unauf­hör­lich und ein­fäl­tig reden“. Bisschen nega­tiv, das. Und nun die gro­ße Frage: Wer oder was ist ein „Labergerät“? Any ide­as? Ich mach mal paar Vorschläge:

  1. Es ist der Kosename für den Fernseher, den ich nicht habe.
  2. Etwas abschät­zi­ge oder aber auch lie­be­vol­le Bezeichnung für einen Menschen, den man sonst viel­leicht Schwätzer nen­nen würde.
  3. Ein Tippfehler, wie­der mal ein Tippfehler, aber wie? Es gibt ja schon mehr als zwei Möglichkeiten…
  4. … noch mehr Vorschläge? Nehme ich gern ent­ge­gen, danke.

*Nachtrag: Zum aktu­el­len Rechtschreibduden gibt es einen kri­ti­schen Artikel in der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel „Jenseits von Duden“. Der Hinweis stammt von Martina aus dem Texttreff.

Dukatenscheißer, der zweite

So sehen sie zusam­men aus, der Dukatenscheißer und sein Text. Der Herr D. ist auch unter ande­ren Namen bekannt, Dukatenkacker z. B., aber das ist doch gehupft wie gesprun­gen, oder?
Den Text, wie ich ihn ent­zif­fert habe, also des Rätsels Lösung, gibt es nun hier:

Gald, was geborgt, das gibt kaa Ruh
drüm, mei guts Männel, druck när zu!
Mach fle­ßig Gald hör fei net auf
bis unner is das Haus! Glück auf!

Dem Spruch merkt man zwar sei­ne Herkunft an (Arzbebirg, wie bist du schie!), aber ein Wörterbuch braucht man dafür noch nicht. Die gibt es aber, und eins habe ich vor mir lie­gen: „Wuu de Hosen Huusn haasn – Kleines Wörterbuch der erz­ge­bir­gi­schen Mundart. Für alle, die sich in erz­ge­bir­gi­schen Landen zurecht­fin­den wol­len und den Erzgebirgern zur Freude. Erzgebirgisch – Deutsch“. Ein lan­ger Titel für ein Buch mit den Wahnsinnsmaßen von 7 x 10 Zentimetern! (94 Seiten, falls das jeman­den interessiert …)