Ich empfinde den Zahnarzt schon manchmal als Bedrohung und freue mich, wenn ich die Praxis wieder halbwegs ganz verlassen kann. Dazu habe ich wohl auch alle Gründe… ;-)

Ich empfinde den Zahnarzt schon manchmal als Bedrohung und freue mich, wenn ich die Praxis wieder halbwegs ganz verlassen kann. Dazu habe ich wohl auch alle Gründe… ;-)


Und wo ist Adam?
(ASF steht übrigens für Akkuschleppfahrzeug. Diese unbeachteten Helden der Lokschuppen und Bahnhöfe rangieren Loks und Waggons durch die Gegend.)
Ein Besuch in der Bank kann eine lustige Sache sein, wirklich. Auch, wenn man stundenlang darauf warten muss, dass man endlich an den Automaten kommt, um etwas zu überweisen, da der Mensch, der diesen Automaten gerade blockiert, seinen Überweisungsträger nicht einfach reinschiebt, sondern Zahlen und Buchstaben mit einem Finger und viel Nachdenken eintippt.
Da liest man also, um nicht in die Luft zu gehen, was ist man doch ungeduldig geworden, man kann einfach nicht mehr warten, die Hausordnung der Bank. Und findet dann solche Sätze:
“Das Befahren des Selbstbedienungsbereichs mit Fahrrädern, Mopeds, Motorrädern … und ähnlichem ist untersagt.”
Gut zu wissen. Dann lass ich meine Harley das nächste Mal draußen. (Aber eine kleine Rakete darf ich doch?)

Drei Bücher ab vier Jahren – und ich schreibe bewusst nicht “für Kinder”. Noch dabei? Los gehts mit “Tom und die Schimpfwortpolizei!”, geschrieben von Philip Militz und mit Bildern von Kai Pannen. Tom ist ein Junge undefinierbaren Alters mit einem Büschel Haupthaar und einer großen Nase. Er scheint ein heiteres Gemüt zu haben, denn man sieht ihn nur mit fröhlichem Gesicht – wenn er nicht gerade Karl-Bruno Bitterbeck vom Dussel-Dezernat der Schimpfwortpolizei begegnet.
Dass Tom so ein (unnormal) ausgeglichenes Kind ist, muss daran liegen, dass er Schimpfwörter sammelt und bei passenden Gelegenheiten vor einer staunenden bis flüchtenden Zuhörerschaft zum Besten gibt. Ein Buch also, in dem sich alles um Schimpfwörter dreht. In dem aber kein einziges Schimpfwort geschrieben steht. Kai Pannen hat sie gemalt, die Schimpfwörter, und die Leser, Zuhörer und Betrachter des Buches können bittesehr herausbekommen, um was es sich handelt. Ganz schön knifflig, ehrlich. “Blindes Huhn” (entzückendes Bild!), Arsch mit Ohren, Schweinepriester – das geht ja noch, da grübelt man nicht lang. Aber, aber…
Eine Geschichte gibt es natürlich auch, und ihr Höhepunkt ist die Begegnung des “größten Schimpfwortvirtuosen aller Zeiten” (=Tom) mit dem Schimpfwortpolizisten Bitterbeck. Der hat zwar Schimpf-und-Schande-Hörrohre, einen Fluchschrubber und Anti-Schimpf-Seife, aber gegen Tom kommt er doch nicht an. Dessen Schimpfwortsinfonie bringt den Kommissar fast zum Platzen, und plötzlich strömt seine Schimpfwortsammlung aus 40 Dienstjahren auf Tom ein – der fleißig in seinem Notizbuch mitschreibt. Fröhliches Raten wünsche ich!
Und komme zu Buch Nummer zwei… (Fortgesetzt)
Wer isst auch gern Pfifferlinge? Die gibts jetzt (mehr oder weniger) frisch aus Russland, Litauen, Bulgarien… Neulich hab ich Pfifferlinge mit Petersilie gekauft. Unglaublich aber wahr: der eine Stängel Petersilie kam aus Deutschland! Ich geh mal kurz lachen.
“Warum deutsche Pilze als polnische verkauft werden” – ein Artikel in der Badischen Zeitung (Ich schätze, ich kaufe keine frischen Pfifferlinge mehr…)
Woher kommt das Essen? Schaut mal nach: www.das-ist-drin.de.
Leicht, flüssig, frisch und schnell – so muss das Essen in diesem heißen Sommer sein, und wenn nicht alles auf einmal, dann wenigstens eins davon. Marmelade hat man schnell auf dem Brot, das geht also. Und wie ich gestern beim Frühstücken so das Etikett musterte, fiel mir mal wieder dieses Wörtchen auf, das man öfter auf Verpackungen sieht: Serviervorschlag.
Diesmal fand ich das schon lustig: Wie soll denn das bitte gehen, die Marmelade wie abgebildet zu servieren? Aus Beeren Marmelade zu machen, das trau ich mir noch zu. Wobei ich bei meinem bisher einzigen Einkochversuch Pech hatte und alle Gläser Schimmel ansetzten. (Heul.) Aber wie bekomme ich die Beeren wieder an den Strauch? Oder soll das ein subtiler Hinweis darauf sein, was hier gesünder ist, also jedenfalls nicht die Marmelade mit ihrem Zuckergehalt von mehr als 50 Prozent? Wer weiß.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr ein Blog von Carola aka Melody kennt, ist ziemlich groß, sie war eine der ersten Bloggerinnen und hat – nun ja, viele Blogs. Eines davon ist Moving Target. Dort gibt es im Moment ein Thema: Die Wohnung der Familie ist letzte Woche abgebrannt. Sie sind heil davongekommen, aber ihre Eigentumswohnung, die sie mit viel Arbeit und Liebe saniert, ausgebaut und eingerichtet haben, ist abgebrannt. Dort werden sie nun eine lange Zeit nicht leben können, sie wollen und müssen sie aber wieder aufbauen.
Carola ist wie ich im Texttreff, zusammen mit ihrem Mann hat sie die Texttreff-Technik aufgebaut und gepflegt. Texttreff-Frauen und Freunde der Familie haben eine Website, www.abgebrannt-wir-helfen.de, geschaffen, wo Ihr die ganze Geschichte, Fotos und das Spendenkonto findet. Schaut mal vorbei.