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Der Weg einer Erkenntnis

Dosenöffner sind idiotensicher. Hätte ich bis vor Kurzem behauptet. Wobei es natürlich die gibt, mit denen man nur mithilfe irgendwelcher Kniffe zurechtkommt. Die reich’ ich weiter, ich muss ja nicht alles können. Aber man sieht, wie sie funktionieren, und sie machen ihren Job.

Nun bin ich neulich auf einen Dosenöffner gestoßen, der “jede Dose schnell und sicher” öffnen sollte. Bei der ersten Dose konnte von “schnell” nicht die Rede sein. Es war der erste Dosenöffner, bei dem ich eine Anleitung benötigte.

Ich folgte der Anweisung also Schritt für Schritt. Nahm den Dosenöffner runter. Der Deckel war noch dran.

Noch einmal mit Gefühl. Und? Der Deckel war noch dran.

Gedanke: komischer Rand, alles, was dieser dämliche Dosenöffner zustande bringt, ist, den Rand plattzuwalzen. Männo.

Umdrehen und andersrum probieren? Moment mal. Wie war das mit der letzten Anweisung? Zange, Deckel?

Und der Deckel war ab. Tatsächlich. Keine scharfen Kanten.

Und die nächste Dose geht dann auch schnell…

Kennt Ihr diesen Typ Dosenöffner, wisst Ihr, was ich meine? Die gibts doch noch nicht so lange, oder?

Klo und Co

Das ist doch mal was: Ein Kack-Thema, optisch knackig aufbereitet! Die Arbeit stinkt zwar immer noch, aber verstecken? Wieso? Werben, und zwar richtig!

Mit Pferden, ab acht: “Wir sind die Waldens!” von Heide John

Zur Zielgruppe für dieses Buch gehöre ich nicht direkt, könnte ich vielleicht, wenn ich eine Tochter hätte, die 8 bis 10 Jahre alt wäre, aber der Konjunktiv verräts ja schon, dem ist nicht so. Trotzdem habe ich das Buch von Seite 1 bis 208 in einem Rutsch gelesen – ein gutes Kinderbuch stoße ich eben nicht von der Sofakante, auch wenn es darin um Ponys und Großfamilien geht. Von beidem habe ich keine Ahnung, und das ist doch schon mal ein guter Leseanlass.

Heldin des Buches ist Rieke Walden, 10 Jahre, die vier Brüder hat und ein Pony namens Balduin. Ihre Familie zieht auf den Hof des Großvaters, denn die Mutter ist schwanger mit Zwillingen, und für eine bald neunköpfige Familie ist im alten Haus nicht mehr genug Platz. (Fortgesetzt)

Fünf mal fünf Fragen an eine Texterin

Fünf mal fünf Fragen an eine Texterin. So viele Fragen – an wen? Judith Burger, www.judith-burger.de und www.text-burger.de (Blog).

1. Warum bist Du Texterin?
Es hat sich so gefügt. Eins ist zum anderen gekommen. Ich habe es ausprobiert, weil mir die Arbeit mit Sprache nahe lag. Da hatte ich Lust drauf.

2. Wie bist Du Texterin geworden?
Ich hatte mein Studium abgeschlossen und vertrieb mir so die Zeit mit Kellnern, Theater-Spielen, Kolumnen schreiben. Das war eine wirklich schöne Zeit. Aber diese berühmte Formulierung kam meinem unsteten Lebenswandel bedrohlich näher: „Was Richtiges machen. Was Ordentliches. Etwas, mit dem alles geregelt ist.“ Just zu diesem Zeitpunkt bekam eine Freundin von mir ihren ersten Job als Juniortexterin. Ich wohnte mit ihr zusammen und bekam so den Arbeitsalltag hautnah mit. Ich dachte, das kann ich doch auch! Ein halbes Jahr später ging ich nach Frankfurt Main. Dort bewarb ich mich mit Kolumnen-Texten und Rezensionen, in Sachen Werbetext hatte ich null Ahnung. In meinem Lebenslauf stand, dass ich als Nachtputze gearbeitet habe, das fanden die irre lustig. Ich glaube, sie haben etwas in mir gewittert.

3. Heißen Texter schon immer Texter?
Das weiß ich nicht. Hm, ich könnte an dieser Stelle vielleicht etwas anderes erzählen, vielleicht von meinem ersten Text-Job. Das war ein Kundenanschreiben für die Modemarke Windsor. Ich war völlig überfordert und brachte keinen Satz auf das Papier. Dann kam mein damaliger Chef, grinste nur und meinte: „Mal ganz ruhig bleiben, das kriegen wir schon hin. Texter fallen eben nicht vom Himmel.“
Ist das eine gute Ersatzantwort?

4. Seit wann gibt es Texter?
Seit Balisto Keksriegel… Hihi, nein, Texter sind wohl so alt wie Werbung, oder? Früher hießen die „Schreiber“? Glaube ich…

5. Welche Texte textest Du so? (Fortgesetzt)

Ein höfliches Päckchen

Das muss ich knipsen, dachte ich, als ich die Botschaft des Päckchens an den Boten sah. Aber ehrlich, lesen die Zusteller das? Und das Päckchen war ja für mich, und nicht für den Postmann (“Dein Überraschungspaket”). Trotzdem ein nettes Späßchen.

Ein Stück Haus, bitte!

Häusern geht es wie Menschen – wenn niemand mehr sie will oder sie alt und kaputt sind, werden sie abgeschoben. Nun ja, Häuser werden nicht abgeschoben, sondern entsorgt. Zurück bleibt manchmal ein Nachbarhaus, mit dem das abgerissene Haus untrennbar verbunden war. Das gibt komische Bilder in der Stadt, es ist wie eine Häusertorte. Ein Stück abschneiden? Kein Problem – bitteschön!

Mondkalenderrätsel

Ehrlich, es ist mir ein Rätsel. Ich weiß es nicht. Keine Ahnung, wie das gemeint ist. Das hier:

Wer Eier für den Winter will sparen,
der muss vom August sie aufbewahren.

Warum will jemand Eier sparen? Es gibt doch eigentlich immer welche zu kaufen.
Im August gelegte Eier im Winter essen? Nee, die schmecken nicht mehr.
Sollte das doppeldeutig sein? Die Eier vom August? Aber wie will man da sparen?
Oder gehts um diese chinesische Spezialität, die tausendjährigen Eier? Das würde sogar hinhauen: Wie ich jetzt dank Wikipedia weiß, legt man die drei Monate lang ein, wodurch sie monatelang haltbar werden. Das Eiweiß bekommt eine geleeartige Konsistenz, und das Eigelb wird grün. Würg.
Eier – könnten das auch Kartoffeln sein? Aber die heißen ja Erdäpfel und nicht Erdeier.
Eier – für Geld? Aber warum muss man das ausgerechnet im August aufbewahren?

Vielleicht seh ich den Sinn ja vor lauter Eiern nicht. Falls Ihrs wisst…

(Es ist übrigens dieser Mondaklender: Lutzi’s Mondkalender)

Mein liebstes Tierchen

Mein liebstes Tierchen ist das Sückchen. Ob Lytschie- oder Chicosückchen ist mir dabei ganz egal. Sehr knuffige Tierchen, wirklich. Und Ihr so?

Kultur und Heidelbeeren

Wir essen ja eigentlich nur noch kultivierte Sachen, aber manchmal wird man noch extra darauf hingewiesen, wie hier bei den Kulturheidelbeeren.

Selbst der Hanf ist zivilisiert und garantiert (fast) ohne THC. Der wird allerdings Nutzhanf genannt und nicht Kulturhanf.

Einen lesenswerten Artikel zum Thema Nutzhanf gibt es hier: www.jako-o.eu.

Räucherkerzen selbstgemacht

Bald ist ja Weihnachten, nicht wahr. Nur noch reichlich vier Monate, also dürfen wir uns langsam auf Weihnachtsmänner und Lebkuchen im Supermarkt einstellen – nicht, dass dann jemand überrascht tut und sich aufregt…

Zu Weihnachten gehören Räucherkerzen (oder?), und Räucherkerzen wachsen nicht auf den Bäumen. Die kleinen Kegel, Hütchen, was auch immer, müssen hergestellt werden, bevor sie erst in die Verpackung und dann in den Räuchermann oder das Räucherhaus wandern. In Schauwerkstätten kann der experimentierfreudige Mensch sich seine eigenen Räucherkerzen basteln – das ganze Jahr über! Die Dingerchen müssen eine Weile trocknen, also kann man damit gar nicht früh genug anfangen, weiß ich jetzt, außerdem bekommt man in der Neben- und Vorsaison besser einen Platz in der Werkstatt. Im Sommer fühlt sich das Ganze zwar nicht sehr weihnachtlich an (obwohl der Räucherkerzenduft natürlich allgegenwärtig ist), aber man kann schon mindestens einen Punkt auf der Weihnachtsliste streichen – Räucherkerzen hat man, und die kann man auch gut verschenken…

Ich war am Samstag in einer Schauwerkstatt und hab mir dort zusammen mit Leuten aus Thüringen, Baden-Württemberg und den USA die Hände schwarz gemacht. Meine Räucherkerzen aka Weihrichkarzle (Fortgesetzt)