… der Frühling!


Bald ist Frauentag, und natürlich lassen sich schon seit einer Weile die feinsten Werbesprüche finden, die Männer dazu bringen sollen, Geld für Blumen und andere Nettigkeiten auszugeben. (*Ironiemodus an.*)
“Blumen – und Ihre Frau blüht auf” ist schon mal ein hübsches Beispiel. Gilt das nur am Frauentag oder blüht frau immer auf, wenn sie Blumen bekommt? Können das auch 7 Tulpen sein, oder sollte es sich schon um einen Strauß ab 15 Euro handeln? Ist frau überhaupt mit Blumen zufrieden oder sollte mann tiefer in die Geldbörse greifen? Es hat was von Ablasshandel…
… Beim Ablassgoogeln bin ich auf Kathpedia, “die freie katholische Enzyklopädie” gestoßen. Das gibt es auch… Und die evangelische Kirche hat so was nicht?
(Ich war übrigens überrascht, als ich diesen Spruch entdeckte – kernige Werbesprüche in der Kleinstadtgärtnerei nebenan? Erstaunlich.)
Das sind so die kleinen Freuden des Alltags: Man spaziert durch die Stadt, schaut auch mal die Schaufensterdekorationen an, und entdeckt dieses entzückende “Hartcoverausgabe” auf einem Plakat, das eine Buchlesung ankündigt. Eigentlich nur konsequent. Denn mit “Cover” können auch die etwas anfangen, die englische Wörter deutsch aussprechen, und vermutlich wurde das “Hard” als dialektaler Fehler identifiziert und durch das vermeintlich richtige “t” ersetzt. So muss es gewesen sein, ja.

Noch eine Zugabe: Kataloge größerer Versandhäuser sind meist ganz gut korrigiert. Aber manchmal… Schon schön, oder?

Wie gut, dass es copy & paste gibt. Ich bin wirklich dankbar. Denn irgendwie muss ich ja erklären, was “Bfasdmzbhudesevwigs” zu bedeuten hat. Dieses herzige Wort (bitte drei Mal hintereinander sehr schnell aufsagen) steht für “Beiträgefürandereschreibendiemanzugelostbekommenhatunddieerstspätererfahrenvonwemihregastbeiträgestammen”. Danke, Muriel, damit wissen alle schnell Bescheid. Im Januar hat Muriel also diese Aktion ins Leben gerufen, und jetzt ist es so weit, ich hab den Gastartikel! Tadaaaaaaaa…
+++ unbekannter Gast oder unbekannte Gästin schreibt fürs querbeet-blog +++ querbeet-blog aka Andrea sagt danke +++ muss ich jetzt allein raten, von wem der Beitrag ist? +++
Ich schreibe einen Wichtelich,
den schreib’ ich wirklich nur für Dich,
und gerade das macht es so schwer,
ich kenne Dich noch nicht so sehr.
Lese Deine Blogbeiträge, die Du all geschrieben hast,
doch finde ich es allerhand, über Dich wird wenig nur bekannt.
Das Gedicht hier ist Prolog, der zeigen soll wie schwer es fällt,
wenn ich schreib den Wichtelich,
und zwar ausschließlich nur für Dich.
Der Rückschlag
Eines Tages entschloss sich die Verpackungsindustrie dazu sämtliche Verpackungsaufschriften wegzulassen. (Fortgesetzt)
Auserwählte haben viele Gesichter. Und man kann sie auch auf Texterwebsites und in Universitäten treffen:
Da wir seit unserer Gründung im Frühjahr 2007 immer häufiger Auftragsspitzen zu bewältigen haben, sind weitere kompetente und auserwählte Studenten aus den Bereichen Germanistik und BWL hinzugekommen, die uns tatkräftig unterstützen. (Quelle: Link)
Ich blogge. Am Anfang war die Frage: Duze oder sieze ich meine Leser? (Ich bin einfach davon ausgegangen, dass jemand mitlesen würde. Bloggen ohne Leser ist deprimierend. Oder?) Ich hab mich für das Duzen entschieden, denn das hier ist weder ein Businessblog noch bin ich eine Person, die – im Web – auf die Distanz besteht, die ein “Sie” mit sich bringt.
Nun hat sich das “Du” in der Bloggerwelt eigentlich durchgesetzt. Aber Ausnahmen bestätigen ja die Regel. Wenn man ein Blog eine Weile verfolgt, weiß man meist schon, woran man ist: Wie spricht die Bloggerin ihre Leser an? Duzt oder siezt sie in den Kommentaren? Hält der Blogger Distanz, schreibt er, als sei er die Zeitung (mal überspitzt formuliert)? Manche Blogger sind aber wirklich gut darin, die direkte Anrede zu vermeiden. Auch ein Zeichen dafür, dass das “Du” fehl am Platze wäre.
Kurios finde ich das Duzen und Siezen in den Muttiblogs. (Muttiblog ist nicht abwertend. Ich meine Blogs, in denen Mütter – oder auch Väter, was seltener der Fall ist – vor allem über ihre Kinder bloggen. Namensgeberin und Pionierin der Muttiblogs ist für mich Frau… äh… Mutti.) Man sollte meinen, in Muttiblogs herrsche das “Du”, erzählen doch Mütter Persönlichstes aus ihrem Leben mit den Kindern. Tatsächlich verwenden aber manche konsequent das “Sie”, um trotz allem eine Distanz aufrechtzuerhalten. Da ist auf der einen Seite das Bedürfnis zu erzählen und auch Fotos zu zeigen, auf der anderen Seite will man vermeiden, dass die Leserinnen denken, sie würden die Bloggende wirklich kennen. Viele Leserinnen duzen aber aus Prinzip oder sie wissen (noch) nichts von der Sie-Regelung, was dann kuriose Situationen ergibt: Leserin kommentiert und duzt die Muttibloggerin Frau K., Frau K. siezt zurück. Beim nächsten Mal siezt die Leserin, und Bloggerin Frau K. duzt (aus Versehen?). Manchmal wünscht man sich als Blogleserin wirklich, irgendwo stünde, was denn nun Fakt ist.
Aber Vorschriften gibt es nicht, und das ist auch gut so. Die Netikette sagt da auch nicht viel, nur, dass in deutschsprachigen Blogs eher geduzt wird. Ist ja nicht verkehrt, wenn man flexibel bleibt und manchmal Stoff für Gedankengänge, die die Welt nicht braucht, hat.
Beginnen wir mit den Kuckuks. Die Kuckuks lebten bis Anfang 2008 in Weißenfels bei Leipzig. Sie sind nach Schweden ausgewandert, um dort wieder arbeiten zu können, sie wollten nicht mehr auf Hartz IV angewiesen sein. “Mein neues Leben – Schweden” ist ein “Ratgeber zum Einwandern, Leben und Arbeiten”, der Auswanderern wie den Kuckuks eine große Hilfe sein kann.
Während ich das Buch las, dachte ich: Oh Schreck, so viel zu beachten, meine Güte! Nachdem ich das Buch ausgelesen zur Seite gelegt hatte, kam mir Auswandern jedoch nicht mehr so dramatisch vor. Das Buch liefert kundig und kompakt Informationen zum Aus- bzw. Einwandern, zum Sozialen System, zur Sprache, zur Kultur usw. Die Autorin des Buches, Ricarda Essrich, hat das Wesentliche zusammengetragen und nur eines vergessen – das Wetter in Schweden. Aber dazu später.
Das wichtigste Kapitel ist vielleicht “Erste Schritte”: Personennummer beantragen, Wohnung finden, Handy vorerst behalten, Schulsystem, Einkaufen… Merke: (Fortgesetzt)