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Best of Gartenvereinsnamen

Eigentlich ist es ja nicht die Jahreszeit. Die Gärten liegen unter Schnee oder im Matsch, selbst die tatkräftigsten Gartenfreunde können jetzt nichts tun und halten am besten ihren Winterschlaf.

Aber man darf ja träumen: vom Frühling und vom Sommer, wenn die Gartenvereine wieder vor Leben bersten und das Heckeschneiden, Bäumeveredeln und -fällen, das Möhrensäen und Rasenmähen, das Umgraben und Grillen auf der Tagesordnung stehen.

Kommen wir zu den Namen. Da schwingt oft die Poesie des Gartens und des Vereinslebens mit, da stecken Geschichten drin. Ein Foto und ein paar Namensbeispiele, bitte sehr, los gehts:

(Klick macht groß.)

  • Gartenverein Sommerwind e.V.
  • Gartenverein Krückenbreite
  • Kleingärtnerverein Beim Kuhhirten e.V.
  • Gartenverein Einigkeit e.V.
  • Gartenverein Planschwiese Zwickau e.V.
  • Gartenverein Frischer Wind e.V.
  • Kleingartenverein Ernst Thälmann e.V.

Herzdamengeschichten – vom Blog zum Buch

Ich finde Sammlungen von lustigen Kurzgeschichten beziehungsweise Geschichten mit Pointe anstrengend. Das liegt daran, dass ich Bücher hintereinanderweg lesen muss, ich kann sie schlecht locker und lässig irgendwohin deponieren und immer, wenn mir gerade danach ist, ein oder zwei Geschichten lesen. Geht nicht. Funktioniert mit Gedichten, aber nicht mit Geschichten.

So habe ich zum Beispiel früher gern die Kolumnen von Axel Hacke in der Süddeutschen gelesen, mir jedoch nie die verbuchte Variante angeschafft. Einmal die Woche Axel Hacke, eine Geschichte, mal mehr, mal weniger amüsant, die für sich steht und den Raum bekommt, der ihr (meistens) gebührt: So finde ich das gut. (Die Hackesche Kolumne gibt es immer noch, aber zur Zeit lese ich Martenstein. Für den gilt dasselbe.)

Nun also Maximilian Buddenbohm, in der Welt der Blogger und Blogleser besser bekannt als Merlix. Er schreibt seit einigen Jahren seine Herzdamengeschichten, und nun ist ganz frisch ein Buch von ihm herausgekommen, in dem sich alles um ihn, seine Herzdame sowie die zwei Söhne dreht. Titel: Zwei, drei, vier – Wie ich eine Familie wurde. Titel sind ja irgendwo auch Geschmackssache, aber: Warum nicht “Herzdamengeschichten”? Hätte ich ja wirklich knackiger gefunden, schade drum.

Im Herzdamenblog lese ich seit vielleicht einem Jahr mit. Das gibt es aber schon viel länger, zuerst war es noch auf blogg.de, da kann man sich jetzt auch noch durchs Archiv lesen. Was ich vielleicht irgendwann, irgendwann einmal tun werde. Es dürfte schwer gewesen sein, aus dieser Fülle von Posts mit den allerschönsten Pointen die Geschichten für das Buch auszuwählen. Das Leitthema des Buches ist, wie aus M. Buddenbohm “eine Familie wurde”, und insofern ist der Titel doch – passend.

Das Buch, Innenleben. Keine kapiteluntergliederte Geschichte, sondern Geschichten, die zwar chronologisch geordnet sind, aber doch für sich stehen. Kostprobe gefällig? Die Herzdame ist mit Kind 1 schwanger, und das Paar schaut sich an einem Infoabend im Krankenhaus den Kreißsaal an: (Fortgesetzt)

p f r f

Ja, genau, jetzt kommt das auch hier: Mit der Suche “private fotos reifer frauen” ist neulich jemand in meinem Blog gelandet. Warum? Weil es da diesen Post gab. In dem geht es unter anderem um reife Frauen, Fotos von ebensolchen habe ich allerdings nicht im Angebot. Jetzt würde mich wirklich interessieren, ob sich die suchende Person den Post durchgelesen oder gleich weitergeklickt hat? Ich werds wohl nicht erfahren.

Ich finde die Suchanfrage ja sehr schön formuliert: “private Fotos”, “reife Frauen”. Hab das auch mal eingegeben, und was da geboten wird, ist ziemlich eindeutig. Auf den ersten Seiten war mein Blogbeitrag schon mal nicht, und das ist irgendwie auch gut so… Was für eine Nachbarschaft. Mpf.

Kunde!

Am Samstagabend pilgerte ich, da ich dringend etwas brauchte, in den nächsten Supermarkt, der zu einer Kette gehört, dessen Filialen an sechs Tagen in der Woche bis 22 Uhr geöffnet sind. Es war nicht viel Betrieb, aber auch nicht menschenleer. Der Typ “Ich hab neulich was vergessen und muss das jetzt noch holen” (ich), der Typ “Wir hams ja nich so mit Kultur, gehn ma mal einkaufen”, der Typ “Samstagabend einkaufen ist doch prima, da hab ich den Laden fast für mich”, der Typ “Samstagabend ist perfekt, ich nehm jetzt alle Angebote an der Fleischtheke mit” usw.

Natürlich kaufte ich nicht nur die eine Sache, deretwegen ich da war, sondern nahm noch dieses und jenes mit, so dass ich mit einem kleinen Karton voller Essereien an einer Kasse ohne Schlange ankam. Die Kassenfrau sah sehr müde und fertig aus – sie hatte noch mindestens drei Stunden Arbeit vor sich, wenn ich ihre Kollegin, die hinter mir stand und drauflosplauderte, richtig verstanden habe. Samstagabend, vier Kassen besetzt, ausschließlich Frauen. Frühestens 22.30 Uhr zu Hause. Was für ein Samstag…

Und wie passend, dass (Fortgesetzt)

Nicht schön genug

Es ist wieder Zeit für ein paar Fundstücke, los geht es mit dem Titelbild der Januarausgabe von Alverde – bzw. einem Ausschnitt davon:

“Was reife Frauen schöner macht” – lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen. Da steht doch, dass “reife Frauen” was brauchen, um ein bisschen schön(er) auszusehen. Dieses “reif” ist ja sowieso daneben. Ab wann ist eine Frau reif? Muss sie dazu ein bestimmtes Gewicht, Größe, Haarfarbe erreichen? Gibt es “reife Männer”? Würde man auch schreiben: “Was reife Männer schöner macht”? Oder: “Was junge Frauen schöner macht”?

Vorschläge: Was reife Frauen noch schöner macht. Schönheitstipps für Frauen jenseits der 40. Schöne Frau mit Grau. Schön im besten Alter. Oder so…

Schnipsel zwei ist ein feines Beispiel für Einfühlungsvermögen:

Das Vogelfutter für die Spatzen, die im Winter hungrig ans Fenster klopfen, hat einen Verpackungsstempel, der viererlei verkündet: keine Ambrosiasamen, echte Sonnenblumenkerne, schmackhaft und wertvoll. Das schmackhaft ist schon lustig, oder? Hatten sie da Testvögel, die geschmatzt haben? Oder wurde auf Tierversuche verzichtet und Menschen haben mal gekostet? Da hab ich jetzt glatt eine Szene aus einem Spanienurlaub vor Augen, wie da die alten Männer am Straßenrand saßen und die Kernhülsen ausspuckten…

Ein ganzes Haus voller Nichtraucher. Und wer doch im Zimmer qualmt, muss eine “Reinigungsgebühr” von 50 Euro bezahlen. Kommt da jemand von der Rezeption beim Auschecken vorbei und schnuppert? Oder wird man nachträglich verklagt? Und wie wird mit diesen 50 Euro gereinigt? Ein kleiner Satz, so viele Fragen.

Und damit wünsche ich noch einen schönen Tag.

Froh!

An einem unausgeschlafenen Morgen, auf den ein Durchschnittstag mit Kopfkreiseln folgt, braucht man seine Inseln. Kleine Dinge, die einen froh machen. Wie gut, wenn man dann ein Magazin zur Hand hat, das so heißt: Froh! Schade wiederum, dass ich heute nicht die Zeit und den Nerv habe, es zu lesen. Aber im Großen und Ganzen kenne ich das Heft schon, und so weiß ich, dass es mich an einem Tag wie diesem nicht froh macht, da brauche ich härteren Tobak. Beziehungsweise was anderes, die Geschmäcker sind ja verschieden.

Das Magazin heißt Froh!, und das ist ein guter Name, schön kurz, man merkt ihn sich. Ich habe nach einer Erklärung für den Namen gesucht und fand sie auf Seite 12, unter dem Punkt “Über Froh!”:

Durch die sorgfältige Komposition von Beiträgen aus Kultur, Gesellschaft, christlicher Spiritualität und nachhaltigen Lebenskonzepten entsteht ein hochwertig gestaltetes Magazin, das nicht nur FROH! heißt, sondern auch froh macht. (Link im Netz.)

Wen es froh macht, steht da nicht. Die Leser? Vielleicht. Manche. Immer mehr. Ist ja schwer zu sagen, wann jemand froh ist, was genau das ausmacht. Auf jeden Fall denke ich, dass dieses Magazin die froh macht, die es geschaffen haben. Alle Beiträge, ob nun Bilder oder Texte, sind Geschenke, es gab kein Geld dafür. Dass das geht! Das Ergebnis ist abolut lesens- und sehenswert. Auch wenn es mich etwas stört, dass das Heft so dunkellastig ist. Das Papier: nicht hell. Die Bilder: schwarz-weiß (fast alle). Kaum eine richtige Farbe… Das macht mich jetzt, im Winter, nicht froh, da bin ich für kräftige Farben, denn Graues sehen wir genug. Aber die Farbgebung passt natürlich zum Thema des Hefts: Stille. Ist Stille dunkel? Kann sie auch blau oder grün sein? Viele Ansätze im Heft, sich der Stille zu nähern. Ein Beitrag ist von Not quite like Beethoven, dem ich das Heft auch verdanke – ich habe es in seinem Blog gewonnen. (Sicher nur, weil bei der Auslosung ein Buch im Spiel war…)

(Fortgesetzt)

Aus der Teetasse geplaudert

Ich trinke gern Tee. Grünen, schwarzen, weißen, auch mal Kräuter. Teezubereitung läuft bei mir so ab: Tasse aus dem Schrank, Wasser aufsetzen, Wasser kocht, Wasser in die Tasse, ziehen lassen, Beutel raus (Mist, schon wieder vergessen…), trinken. Das funktioniert ja auch bei den meisten Tees, aber der grüne Tee ist eine Mimose. Er will kein kochendes Wasser, sondern 75°. Das bedeutet: warten. Bis zu zehn Minuten, wie Mittwitterin @NieWiederClaire aus dem Teekästchen plaudert. Wenn Euer grüner Tee bisher bitter und nach Gras geschmeckt hat, wisst Ihr jetzt, warum: Es war ihm zu heiß!

Was haben wir gelernt, was predigen uns die Packungsaufschriften aller grünen Tees? Ersten Aufguss: wegschütten. @NieWiederClaire bezeichnet das als “Quatsch-Legende”, was ich schon mal gut finde, da ich eigentlich immer zu faul war, das auch zu tun… Woher kommt aber diese Legende, was soll das? Falls hier Teeexperten mitlesen, erklärt das doch bitte mal… (Mein Wort des Tages: Teeexperten. Teeei. Teeeinkauf. Teeernte…)

Nichts Neues

Vielleicht hat es ja jemand noch nicht bei Twitter, in anderen Blogs oder sonstwo gelesen? Vielleicht? Also, jetzt auch bei mir: Es gibt da ein Blog bzw. zwei Blogs, eigentlich drei, die äußerst amüsant und lesenswert sind. Irgendwie passt es ja auch zu meiner Buchbesprechung neulich, zur Büro-Alltags-Bibel, denn es geht in diesen Blogs um “Kunden aus der Hölle” und “Kollegen aus der Hölle”. Hier drei Kostproben:

Kollegen aus der Hölle

Kollege: „Dem Kunden gefällt das Layout sehr, nur die Kosten sind ihm zu hoch. Können wir ihm die Webseite nicht in Schwarzweiß anbieten? Das ist doch dann billiger, oder?“ (Quelle)

Kunden aus der Hölle

Ich: „Wir schicken Ihnen heute Nachmittag ein PDF per E-Mail.“
Kunde: „Das geht nicht, ich bin gerade in Wien. Schicken Sie es bitte am Montag.“
Ich: „Aber das spielt doch bei E-Mails keine Rolle; die bleiben ja so lange in Ihrem Postfach, bis Sie sie abrufen, egal wo und wann.“
Kunde: „Von mir aus, aber dann mailen Sie es bitte zweimal, ich möchte es meinem Partner auch noch schicken.“ (Quelle)

Clients from Hell – A collection of anonymously contributed client horror stories from designers.

JPG screenshots of a new website design were sent to the client. Her only feedback was, “I try to click the menu, but nothing happens”. (Quelle)

Manchmal fühlt man sich so – ertappt… (Nicht gerade bei diesen Beispielen, aber… Lest mal rein!)

Forever young

Seit mehr als einer Woche liegt bei mir in der Küche eine Gurke herum. Auf dem Kühlschrank, nicht im Kühlschrank. Eine Supermarktgurke ist das, keine Biogurke, und gar eine eingeschweißte. (Es gibt auch eingeschweißte Biosachen, so ist es ja nun nicht.)

Ich habe den Zeitpunkt verpasst, sie zum Salat zu machen. Jetzt wird sie älter und älter, und ich trau mich nicht mehr ran. Denn man sieht ihr diese mehr als sieben Tage überhaupt nicht an. Sie wirkt, als hätte ich sie erst gestern ganz frisch gekauft. Ist das nicht erschreckend? Will ich wissen, wie man diese Gurke behandelt hat, damit sie auf ewig jung bleibe? Will ich so was essen?

Nein, ich will das nicht essen. (Und kauf jetzt auch keine Gurken mehr, ich sehs ja ein…)

(In und an der Gurke, vermutlich: Pestizide, Wachs, Konservierungsstoffe. Einen Beitrag zum Thema Pestizide im Essen gibt es bei Greenpeace: Link.)

Rutschteller

Was gibts heute auf den Teller? Großen Hintern, kleinen Hintern, dicken Hintern, dünnen Hintern?

Rutschteller. Auch: Porutscher, Popsrutscher, Snow Glider… Fällt Euch noch was ein? In den Nachschlagwerken (Duden, leo.org usw.) wird dieses Plastikdings stiefmütterlich behandelt, kein Eintrag. Gefunden habe ich ihn aber im Wortschatz-Portal der Uni Leipzig. Chapeau!