Volkstümlich

Volkstümlich ist ein selt­sa­mes Wort. Wer oder was kann das sein? Musik, ein Politiker? Ist das jetzt gut oder schlecht, ist das ein Wort, das miss­trau­isch macht?

Etwas Volkstümliches wür­de ich jeden­falls nicht in einer Disko ver­mu­ten, in die Chartszwanziger gehen. Gibts aber. Siehe unten, das Foto. Ein „volks­tüm­li­cher Abend“. Aha.

Geisterradler

Ich muss sagen, ich bin begeis­tert. Ein neu­es Wort für mei­nen Wortschatz! Das gibt’s nicht jeden Tag. Ich habe ein Foto geschenkt bekom­men, sie­he unten. „Geisterradler gefähr­den! Sich und ande­re.“ Abgesehen von dem Wort, das ich mei­ne – Geisterradler – ist die Zeichensetzung schon span­nend. Man weiß ja nie, viel­leicht steckt sogar eine Studie dahin­ter, jemand kam dar­auf, dass ein Geisterradler zwei sehr kur­ze Sätze bes­ser und schnel­ler erfas­sen kann als einen kurzen?

Wir woh­nen hier ber­gig, ziem­lich ber­gig, da sieht man nicht nur im Winter sel­ten Radfahrer. Und Radwege kann man an einer Hand abzäh­len. In Leipzig war das anders, da gibt’s natür­lich Geisterradler. Bloß wuss­te ich da noch nicht, dass die so heißen …


Einer zu wenig, einer zu viel

Ich den­ke immer wie­der an die Göterspeise. Sie ist in einem Winkel mei­nes Gehirns abge­spei­chert und blub­bert her­vor, wenn ich nicht damit rech­ne. Sie muss da lang­sam weg, sie muss abge­legt wer­den, und des­we­gen wer­de ich sie jetzt hier ver­ewi­gen. Die Göterspeise. Begegnet ist mir die­ses hüb­sche Wort in einem Biomarkt, die Etiketten waren selbstgedruckt.

Wie viel mehr hat doch die Göterspeise zu bie­ten als ihr Pendant mit zwei „t“. Während das eine nur den gött­li­chen Genuss trig­gert, geben die Göter zu den­ken. Stecken da die Goten drin oder gar Göte, ähem, Goethe? Warum dann aber Göter? Das Leben ist wirk­lich eine ein­zi­ge Fragerei – viel Spaß dabei!

Das Dammwildgehege habe ich auf einer Stadtwebsite gese­hen. Ich fin­de, das ist einer die­ser Verschreiber, die einen kurz an sich selbst zwei­feln las­sen. Stimmt das so? Oder doch nicht? Nee, das ist ein „m“ zu viel. Damwild, denn: die Gattung ist „dama“ und der wis­sen­schaft­li­che Name „dama dama“. Nicht „dam­ma dam­ma“. Wobei das eigent­lich lus­ti­ger wäre. Hat was von einem Fluch. Verdammtes Wild, immer fresst ihr die jun­gen Bäume run­ter, Damma, du!