Rutschteller

Was gibts heu­te auf den Teller? Großen Hintern, klei­nen Hintern, dicken Hintern, dün­nen Hintern?

Rutschteller. Auch: Porutscher, Popsrutscher, Snow Glider … Fällt Euch noch was ein? In den Nachschlagwerken (Duden, leo.org usw.) wird die­ses Plastikdings stief­müt­ter­lich behan­delt, kein Eintrag. Gefunden habe ich ihn aber im Wortschatz-Portal der Uni Leipzig. Chapeau!

Nübbe, frisch gerôstet

[Vorab: Dies ist der ers­te Gastbeitrag in mei­nem Blog. Der Autor ist Stefan, und wenn er mal ein Blog hat, ver­lin­ke ich ihn, aber das kann noch dau­ern … Los gehts:]

Zu Weihnachten beka­men wir die­sen lecke­ren Honig. Er stammt aus einem fran­zö­si­schen Kloster, wo man hohen Wert auf krea­ti­ve Typografie legt. Der oder dem welt­ge­wand­ten Bloglesenden fällt sicher sofort auf, dass für die „Nuß“ (schrieb man das frü­her so?) wohl kein „deut­sches B“ vor­rä­tig war. Schöner noch fin­de ich aller­dings die gerôs­te­ten Haselnüsse, sicher woll­te der Autor hier den Rôstvorgang typo­gra­fisch ver­bild­li­chen – man sieht ja genau den Rauch über der rôs­ten­den Nub aufsteigen.

Sprachrückstände

Irgendwas ist hier komisch, dach­te ich, als ich in einem Newsletter das hier las: „Kinder vor Sprachrückständen bewah­ren“ (Quelle: Deutsche Liga für das Kind, Newsletter Nr. 341 vom 11. Januar 2010, Punkt 7).

Rückstand: Vor lan­gen Jahren, ich war viel­leicht zehn, ver­an­stal­te­te mei­ne Schule einen Wettkampf im Skilaufen. Ich war und bin nicht die Sportlichste, aber weil ich gut weg­kam, war ich schnell ganz vorn – unglaub­lich! An zwei­ter Stelle! Anstatt die Erste zu über­ho­len, begann ich, mit ihr zu dis­ku­tie­ren. Sie sol­le mich vor­bei­las­sen, ich wäre schnel­ler. Natürlich ließ sie mich nicht vor­bei, und ich wur­de Zweite. Fragt nicht. Ich weiß nicht, ob ich mich da rich­tig erin­ne­re, aber gestrit­ten haben wir, das steht fest … Ich hat­te also einen Rückstand, und weil ich nicht über­hol­te, blieb es auch dabei.

Rückstände: Weihnachten ist vor­bei, hapüh. Ich ver­wei­ge­re mich der Schenkerei nicht und ich hab auch nicht den Mut zur Geschenkediät. In der Weihnachtswoche war ich also flei­ßig am Verpacken der Geschenke. Übrig blie­ben Geschenkpapierstücke, die zu klein abge­schätzt waren oder Ecken, die weg­ge­schnit­ten wer­den muss­ten. Geschenkpapierrückstände, was für ein Schicksal.

Ein Kind kann einen Sprachrückstand haben, haben vie­le Kinder dann Sprachrückstände? Oder doch einen Sprachrückstand? Sind Sprachrückstände das, was bei der Verarbeitung der Wörter und Bearbeitung der Texte übrig­bleibt? Hier ein „s“, da ein „lie­be“, dort ein „bit­te“… Und so wei­ter. Was habt Ihr so für Sprachrückstände?