Aus der Teetasse geplaudert

Ich trin­ke gern Tee. Grünen, schwar­zen, wei­ßen, auch mal Kräuter. Teezubereitung läuft bei mir so ab: Tasse aus dem Schrank, Wasser auf­set­zen, Wasser kocht, Wasser in die Tasse, zie­hen las­sen, Beutel raus (Mist, schon wie­der ver­ges­sen …), trin­ken. Das funk­tio­niert ja auch bei den meis­ten Tees, aber der grü­ne Tee ist eine Mimose. Er will kein kochen­des Wasser, son­dern 75°. Das bedeu­tet: war­ten. Bis zu zehn Minuten, wie Mittwitterin @NieWiederClaire aus dem Teekästchen plau­dert. Wenn Euer grü­ner Tee bis­her bit­ter und nach Gras geschmeckt hat, wisst Ihr jetzt, war­um: Es war ihm zu heiß!

Was haben wir gelernt, was pre­di­gen uns die Packungsaufschriften aller grü­nen Tees? Ersten Aufguss: weg­schüt­ten. @NieWiederClaire bezeich­net das als „Quatsch-Legende“, was ich schon mal gut fin­de, da ich eigent­lich immer zu faul war, das auch zu tun… Woher kommt aber die­se Legende, was soll das? Falls hier Teeexperten mit­le­sen, erklärt das doch bit­te mal… (Mein Wort des Tages: Teeexperten. Teeei. Teeeinkauf. Teeernte …)

Forever young

Seit mehr als einer Woche liegt bei mir in der Küche eine Gurke her­um. Auf dem Kühlschrank, nicht im Kühlschrank. Eine Supermarktgurke ist das, kei­ne Biogurke, und gar eine ein­ge­schweiß­te. (Es gibt auch ein­ge­schweiß­te Biosachen, so ist es ja nun nicht.)

Ich habe den Zeitpunkt ver­passt, sie zum Salat zu machen. Jetzt wird sie älter und älter, und ich trau mich nicht mehr ran. Denn man sieht ihr die­se mehr als sie­ben Tage über­haupt nicht an. Sie wirkt, als hät­te ich sie erst ges­tern ganz frisch gekauft. Ist das nicht erschre­ckend? Will ich wis­sen, wie man die­se Gurke behan­delt hat, damit sie auf ewig jung blei­be? Will ich so was essen?

Nein, ich will das nicht essen. (Und kauf jetzt auch kei­ne Gurken mehr, ich sehs ja ein …)

Rutschteller

Was gibts heu­te auf den Teller? Großen Hintern, klei­nen Hintern, dicken Hintern, dün­nen Hintern?

Rutschteller. Auch: Porutscher, Popsrutscher, Snow Glider … Fällt Euch noch was ein? In den Nachschlagwerken (Duden, leo.org usw.) wird die­ses Plastikdings stief­müt­ter­lich behan­delt, kein Eintrag. Gefunden habe ich ihn aber im Wortschatz-Portal der Uni Leipzig. Chapeau!