querbeet gelesen

Es gibt ja Leute, die schrei­ben „quer­beet gele­sen“ mit Bindestrich. Bitte, kein Problem, das könnt Ihr machen, wie es Euch gefällt. Aber was soll das sein?

Für die, dies wis­sen wol­len: quer­beet ist ein Adverb. Gelesen ist ein Partizip (Partizip Perfekt, um genau zu sein). Ich habe gele­sen, und zwar quer­beet. Nix mit Bindestrich. Kein Deppenleerzeichen, son­dern eins, das dort hingehört.

Zum Nachschlagen emp­feh­le ich gern Canoo.net. Das kos­tet nichts, das tut nicht weh, das schützt vor Fehlern. Viel Spaß!

Was für ein Auto …

In der DDR gabs ja nicht nur Trabis, hier ist der glän­zen­de Beweis:

Ein Ifa Wartburg Typ 311/300 Coupé von 1960, gebaut im VEB Automobilwerk Eisenach. Von 1957 bis 1965 wur­den 5400 311er in die­ser Ausführung gefer­tigt. Er kos­te­te 17.200 Mark. Dieses Prachtexemplar steht im Dresdner Verkehrsmuseum.

Krimis als heile Welt

Krimis sind eigent­lich ein Stück hei­le Welt. Es gibt einen Anfang und ein Ende, ein Opfer und einen Täter, man erfährt die Motive des Mörders, lernt die wich­ti­gen Akteure näher ken­nen, und die Seiten zwi­schen den Buchdeckeln haben ein Ziel: ein Verbrechen auf­zu­de­cken. Das ist doch eine hei­le Welt: in der man sich als Leserin nicht hilf­los fühlt, son­dern meint, einen gewis­sen Durchblick zu haben. In der man Menschen auf dem Tablett ser­viert bekommt, der ist so, die ist so. In der Verbrechen auf­ge­klärt wer­den, und irgend­wo im Hintergrund meist doch der Sinn mit dem Tuch winkt und sich noch nicht ganz ver­krü­melt hat.

Krimis. Ich bekam mei­nen ers­ten als Teenager geschenkt. Er lag ein Jahr lang her­um, die Geschichte reiz­te mich nicht. Dann nahm ich das Buch doch zur Hand – und konn­te es nicht mehr weg­le­gen. Es war eines der Lynley-Bücher von Elizabeth George. Später war da eine Freundin, die nach geta­ner Arbeit abends zur Entspannung Krimis las. Sie lieh mir Bücher von Henning Mankell, Donna Leon und wie sie alle heißen.

Nur von Krimis kann ein Büchermensch nicht leben, behaup­te ich, denn irgen­dann lang­weilt es einen doch: immer das glei­che Gerüst, immer ein Mörder, ein Täter und einer, der ermit­telt. Und so ganz stimmt es mit der hei­len Welt ja nun auch nicht, vie­le Autoren und Autorinnen sind recht krea­tiv, was die Art und Weise angeht, wie das Opfer oder die Opfer zu Tode kom­men. Ganz schön grau­sam, manch­mal, da ist der im Vorteil, der schnell liest und sich die Szenen nicht in aller Farbigkeit aus­malt. Doch es bleibt ein Roman, etwas, das kei­ne Realität ist. Die ist ja schon grau­sam und oft sinn­los genug.