Werbung fürs Bergwerk

Wenn ich in die­sem Sommer mit dem Auto unter­wegs bin, sehe ich am Straßenrand vor allem Wahlkampfplakate. Gestern sprang mir aber zur Abwechslung Werbung für ein Restaurant ins Auge: „Essen wie im Bergwerk“.

Essen wie im Bergwerk? Ich ken­ne das Restaurant nicht, also begann für mich das gro­ße Rätseln. Wie soll man sich das vor­stel­len? Schummerbeleuchtung, das Wasser tropft von der Decke, es lie­gen Steine her­um? Was soll das für ein Essen sein, eher karg, Stullen und Thermoskanne? Nehmen Bergleute über­haupt ihr Essen mit in den Schacht?

Weil ich neu­gie­rig bin und den Namen des Restaurants mit­be­kom­men hat­te, ging ich mal auf des­sen Website. So sieht das also aus, aha. So rich­tig über­zeugt mich das jetzt nicht … Die Werbewirkung dafür schon.

Zielgruppengerecht …

… und öko­no­misch wirbt eine bekann­te Plastikfigurenspielzeugmarke für ihre Produkte. Das ist an sich nichts Besonderes. Mir war das bis­her bloß nicht auf­ge­fal­len … Ist ein Feuerwehrmann drin, sieht man das am Bild, aber das Wort sucht man ver­geb­lich. Nirgends! Warum auch, schließ­lich kann die Zielgruppe im Normalfall auch noch nicht lesen.

Allerdings ist der zum kind­li­chen Kunden gehö­ren­de Lesenkönnende manch­mal leicht ver­un­si­chert, dann näm­lich, wenn die Figur nicht ein­deu­tig zuzu­ord­nen ist und er es gern bestä­tigt hät­te, dass es sich um den und den Berufsausübenden han­delt. Ach, immer die­ses Bedürfnis nach Schrift …

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Riesenbärenklau

Eigentlich ein sym­pa­thi­scher Name. Vielleicht sogar lus­tig. Bärenklau, was soll das bedeu­ten? Dass Bären die­se Pflanze mögen und des­we­gen von der Wiese klau­en? Da steckt eigent­lich eine Geschichte drin, drei Vorgaben: Riesen, Bären, Klau. Das hat Potential! Da kann man das Garn spin­nen, dass die Spindel hüpft!

Der bota­ni­sche Name der Pflanze ist Heracleum man­te­gaz­zia­num, wes­we­gen die Pflanze im Deutschen auch Herkulesstaude oder Herkuleskraut genannt wird. Der arme Herkules. Da trägt eine Pflanze sei­nen Namen, die 2008 in Deutschland zur „Giftpflanze des Jahres“ gewählt wur­de. Wie pas­send! Schließlich starb der sagen­haf­te Held durch – Gift.

Wenn man die Pflanze berührt, kann sie schlim­me Hautverletzungen ver­ur­sa­chen. Informationen und Bilder gibt es u. a. bei Wikipedia, vom Bundesamt für Naturschutz und bei hr-online.de.