Fünf Fragen an einen Bauarbeiter

1. Weißt Du noch, was Du als Kind wer­den woll­test, also wel­che Wunschberufe Du hattest?
Rundfunk- u. Fernsehmechaniker.

2. Warum bist Du Bauarbeiter geworden?
Nach der Wende war es der kri­sen­si­che­re Beruf.

3. Was magst Du an Deiner Arbeit?
Frische Luft, abwechs­lungs­rei­che Arbeit.

4. Was gefällt Dir an Deiner Arbeit nicht?
Regen, nör­geln­de Vorgesetzte.

5. Welches Ansehen hat der Beruf „Bauarbeiter“?
Hohes Ansehen, da Schwerstarbeit.

Mein Apfelsaft bevormundet mich

Mit dem Lesen höre ich auch nicht auf, wenn ich esse. Eine schlech­te Angewohnheit, ich weiß. Es ist ja nicht so, dass ich mich mit Buch an den Esstisch set­ze, aber die Etiketten, die Etiketten: Auf dem Joghurtbecher steht, woher die Kühe kom­men, auf der Käsepackung, wel­che Reifegrade man abpas­sen (und ver­pas­sen) kann, auf den Müslipackungen, war­um der Inhalt sooo gut und wert­voll ist.

Als ich neu­lich Apfelsaft trank und die Aufschrift las, fiel mir nicht nur ein Fehler auf (Vitamin-C-Bedarf), son­dern auch der leicht mis­sio­na­ri­sche Ton. Ganz schön anspruchs­voll! Dürfen auch Bewegungsmuffel und Fast-Food-Esser den Saft trinken?

Die männliche Hebamme

Seit 1987 dür­fen in Deutschland und in Österreich auch Männer Frauen vor, bei und nach dem Kinderkriegen betreu­en. In Österreich hei­ßen die männ­li­chen Hebammen – Hebamme. (Ist das dann „der Hebamme“?) In Deutschland wur­de dafür eine ande­re Bezeichnung eingeführt:

„Nach Angaben der Bundesregierung arbei­ten der­zeit 19.000 Hebammen in Deutschland. Die Zahl der Hebammen und Entbindungspfleger habe 1997 noch bei 15.000 gele­gen. 1.849 Schüler befän­den sich in der Ausbildung zur Hebamme bezie­hungs­wei­se zum Entbindungspfleger.“ (Quelle: Link)

In den Duden hat es der Entbindungspfleger auch geschafft. Allerdings steht da außer­dem: Entbindungspflegerin. Aber hal­lo? Abgesehen davon, dass die­se Bezeichnung (ob männ­lich oder weib­lich) nun wirk­lich nicht gera­de ver­tau­ens­er­we­ckend und schön ist – „Entbindungspflergerin“ ist doch ein­fach mal ein über­flüs­si­ges Wort, oder?