Christian Führer: Und wir sind dabei gewesen (2008)

Er war geklei­det wie auf dem Buchcover, wei­ßes Shirt, hell­blaue Jeansweste dar­über. Auch sonst sah er aus, als wäre er aus dem Bild gestie­gen und hät­te sich direkt an das Pult gestellt. Zuerst las er Passagen zu sei­ner Kindheit und Jugend vor. Als die Ereignisse rund um die Friedliche Revolution dran waren, sprach er frei. Nicht laut, aber gut ver­ständ­lich, berüh­rend und amü­sant. Schon zwan­zig Jahre her, das Ganze, das ist manch­mal schwer zu glauben …
Mittlerweile ist Christian Führer nicht mehr Pfarrer in „sei­ner“ Nikolaikirche zu Leipzig. Er reist durch Deutschland, um sei­ne Autobiographie vor­zu­stel­len und führt auch sonst nicht gera­de ein beruhl­i­ches Rentnerleben – das kann man sich bei der Energie, mit der er auf­tritt, auch schlecht vorstellen.
„Mehr davon!“, war mein Gedanke, als die Lesung mit anschlie­ßen­dem Gespräch nach etwa 90 Minuten vor­bei war. Noch ein Buch auf mei­ner Liste, und ich freue mich aufs Lesen.

Ich bin der Sicherungsmann …

Und wie­der ein Job, von dem ich lan­ge, lan­ge nicht wuss­te, dass es ihn gibt: Sicherungsaufsicht. Ich kam heu­te an einer Bahnbaustelle vor­bei, und da hat­te ein Mensch, der bei den Bauarbeitern stand, ein Etikett an der Jacke, auf dem das schö­ne Wort „Sicherungsaufsicht“ zu lesen war.
Direkt ein­deu­tig ist sie ja nicht, die­se Berufsbezeichnung, aber im Internet gibt es bekannt­lich auf vie­le Fragen eine Antwort. Fündig wur­de ich hier: Link. Ist ganz infor­ma­tiv und lus­tig, da zu lesen, zum Beispiel über die „Anforderungen an den Sicherungsaufsicht“. Steht so da …

Fünf Fragen an Heike von Abidiblog

Da dies eine Premiere ist (täte­rät­tä!), kurz ein paar Worte: Ich stel­le ab sofort immer mal wie­der fünf Fragen an Menschen, die ich mehr oder weni­ger will­kür­lich her­aus­pi­cke aus mei­nem Querbeetuniversum. Los geht es mit Heike, die mich bei der Kategoriensuche tat­kräf­tig unter­stützt hat. Danke noch mal!

Wo und seit wann bloggst du?
Unter www.AbidiBlog.de – wie du weißt. Bzw. bei WordPress – meinst du das? Und das seit unge­fähr 2 Monaten, Anfang Mai 2009.

Warum?
1. Weil mir im Wendland klar­ge­wor­den ist, dass es höchs­te Zeit dazu ist.
2. Weil ich mich bei poten­zi­el­len Kunden und Bestandskunden in Erinnerung rufen will. Meine Akquise hat mich bei vie­len Agenturen in den „Freelancerpool“ gebracht, aber ich hab kei­ne Lust, dort vor mich hin­zu­düm­peln und in Vergessenheit zu gera­ten. Daher will ich mich immer wie­der in Erinnerung brin­gen. Früher hat­te ich zu die­sem Zweck einen Newsletter, aber das war ver­gleichs­wei­se umständlich.
3. Weil ich zei­gen will, wie unter­halt­sam ich schrei­ben kann. Wie ger­ne man mei­ne Texte liest.
4. Weil es mir sel­ber Spaß macht.

Wie wür­dest du dein Blog beschreiben?
Als eine unter­halt­sa­me Mischung aus Themen rund um Sprache, Werbung, Medien, Trends, Literatur und Zeitgeschehen. Kein Privatblog – auch wenn zuwei­len Grenzbereiche zum Privatleben auftauchen.

Wo fin­dest du dei­ne Themen?
Im Internet. In mei­nem Kopf. In mei­ner Bücherwand. Im Wald. In Gesprächen. In ande­ren Blogs. Im Texttreff. In klas­si­schen Medien. Die Themen lie­gen qua­si auf der Straße, man muss sie nur auf­le­sen und was drü­ber schreiben.

Welche Blogs liest du selbst?
Ich bin noch nicht sooo lan­ge in der Bloggerwelt unter­wegs, im Grunde erst, seit ich selbst blog­ge. Daher ken­ne ich noch nicht so vie­le ande­re Blogs. Siehe mei­ne Blogroll. Viele Textinenblogs und eini­ge Zufallsfunde.

*Ich (die Fragerin) schieb mal eine Erklärung nach. Also: hier ist der Link zum Texttreff, und das Wendland hängt mit dem Texttreff zusam­men – ein Mal im Jahr tref­fen sich so 50 Textinen dort, natür­lich NUR, um sich weiterzubilden …