Er war gekleidet wie auf dem Buchcover, weißes Shirt, hellblaue Jeansweste darüber. Auch sonst sah er aus, als wäre er aus dem Bild gestiegen und hätte sich direkt an das Pult gestellt. Zuerst las er Passagen zu seiner Kindheit und Jugend vor. Als die Ereignisse rund um die Friedliche Revolution dran waren, sprach er frei. Nicht laut, aber gut verständlich, berührend und amüsant. Schon zwanzig Jahre her, das Ganze, das ist manchmal schwer zu glauben …
Mittlerweile ist Christian Führer nicht mehr Pfarrer in „seiner“ Nikolaikirche zu Leipzig. Er reist durch Deutschland, um seine Autobiographie vorzustellen und führt auch sonst nicht gerade ein beruhliches Rentnerleben – das kann man sich bei der Energie, mit der er auftritt, auch schlecht vorstellen.
„Mehr davon!“, war mein Gedanke, als die Lesung mit anschließendem Gespräch nach etwa 90 Minuten vorbei war. Noch ein Buch auf meiner Liste, und ich freue mich aufs Lesen.
Ich bin der Sicherungsmann …
Und wieder ein Job, von dem ich lange, lange nicht wusste, dass es ihn gibt: Sicherungsaufsicht. Ich kam heute an einer Bahnbaustelle vorbei, und da hatte ein Mensch, der bei den Bauarbeitern stand, ein Etikett an der Jacke, auf dem das schöne Wort „Sicherungsaufsicht“ zu lesen war.
Direkt eindeutig ist sie ja nicht, diese Berufsbezeichnung, aber im Internet gibt es bekanntlich auf viele Fragen eine Antwort. Fündig wurde ich hier: Link. Ist ganz informativ und lustig, da zu lesen, zum Beispiel über die „Anforderungen an den Sicherungsaufsicht“. Steht so da …
Fünf Fragen an Heike von Abidiblog
Da dies eine Premiere ist (täterättä!), kurz ein paar Worte: Ich stelle ab sofort immer mal wieder fünf Fragen an Menschen, die ich mehr oder weniger willkürlich herauspicke aus meinem Querbeetuniversum. Los geht es mit Heike, die mich bei der Kategoriensuche tatkräftig unterstützt hat. Danke noch mal!
Wo und seit wann bloggst du?
Unter www.AbidiBlog.de – wie du weißt. Bzw. bei WordPress – meinst du das? Und das seit ungefähr 2 Monaten, Anfang Mai 2009.
Warum?
1. Weil mir im Wendland klargeworden ist, dass es höchste Zeit dazu ist.
2. Weil ich mich bei potenziellen Kunden und Bestandskunden in Erinnerung rufen will. Meine Akquise hat mich bei vielen Agenturen in den „Freelancerpool“ gebracht, aber ich hab keine Lust, dort vor mich hinzudümpeln und in Vergessenheit zu geraten. Daher will ich mich immer wieder in Erinnerung bringen. Früher hatte ich zu diesem Zweck einen Newsletter, aber das war vergleichsweise umständlich.
3. Weil ich zeigen will, wie unterhaltsam ich schreiben kann. Wie gerne man meine Texte liest.
4. Weil es mir selber Spaß macht.
Wie würdest du dein Blog beschreiben?
Als eine unterhaltsame Mischung aus Themen rund um Sprache, Werbung, Medien, Trends, Literatur und Zeitgeschehen. Kein Privatblog – auch wenn zuweilen Grenzbereiche zum Privatleben auftauchen.
Wo findest du deine Themen?
Im Internet. In meinem Kopf. In meiner Bücherwand. Im Wald. In Gesprächen. In anderen Blogs. Im Texttreff. In klassischen Medien. Die Themen liegen quasi auf der Straße, man muss sie nur auflesen und was drüber schreiben.
Welche Blogs liest du selbst?
Ich bin noch nicht sooo lange in der Bloggerwelt unterwegs, im Grunde erst, seit ich selbst blogge. Daher kenne ich noch nicht so viele andere Blogs. Siehe meine Blogroll. Viele Textinenblogs und einige Zufallsfunde.
*Ich (die Fragerin) schieb mal eine Erklärung nach. Also: hier ist der Link zum Texttreff, und das Wendland hängt mit dem Texttreff zusammen – ein Mal im Jahr treffen sich so 50 Textinen dort, natürlich NUR, um sich weiterzubilden …