Frauenmantel

Auf der Wiese hin­term Haus wächst es zur­zeit ganz wild und hoch, doch lan­ge wird das Glück nicht wäh­ren, denn der Rasenmäher rückt bald an. So habe ich ein klei­nes Sträußchen Frauenmantel gepflückt. Die Blätter sind gar nicht flau­mig, und die Blüten sehen wie Petersilie aus. Dass das Pflänzchen so heißt, liegt wohl an den Blättern, die an Mäntel oder Umhänge erin­nern sol­len – und die­ser Meinung müs­sen vor lan­ger Zeit wirk­lich vie­le gewe­sen sein, sonst hät­te sich der Name kaum durchgesetzt.

Waldmeister

Keine Ahnung, wie der Waldmeister ins Beet kam, ich dach­te erst, er stam­me von der Proitzer Mühle, wo sich vor rund einem Jahr wie­der vie­le Texttreff-Frauen tra­fen, um gemein­sam Workshops zu machen und die Zeit zu genie­ßen. Die Frau Textzicke hat­te dort ihre berühm­ten Kräuterwanderungen ange­bo­ten, und ich hab ein Pflänzchen mit­ge­nom­men – aber das war nicht Waldmeister, son­dern Gundermann, sagt Frau Text-Burger. Egal, die Waldmeister wach­sen, dass es eine Freude ist. Und ich muss jetzt noch mal nach­schla­gen, wie Gundermann aussieht …

Essreif

Was grün ist, ist nicht reif, das ist in den Köpfen drin. Zumindest, was Obst betrifft. (Und Granny Smith zählt nicht, nein.) Um Mangos geht es hier, die ja nicht gelb oder rot sein müs­sen, um reif zu sein, da hilft nur Finger anle­gen und drü­cken, aber sach­te. Weech muss es sein!

Weil das immer noch nicht alle wis­sen und die Mangomacher dazu­ge­lernt haben, pap­pen sie Aufkleber auf die grü­nen Mangos, auf denen zu lesen ist: ess­reif. Nicht reif, son­dern ess­reif. Warum?