Eine entzückende Speisekarte (mal wieder)

Es ist schon so, dass Kinder und Alte eini­ges ver­bin­det. Auf die­ser Speisekarte neu­lich durf­ten sie sich eine Ecke tei­len, Gerichte für „Kinder und Senioren“. Die Portionen mögen stim­men, aber was den Geschmack angeht, hat sich der Koch hof­fent­lich nach den Kindern gerich­tet, die ja doch nicht so viel Salz, Pfeffer und Co. brauchen.

Auch schön: „Warme Spezialgetränke ent­neh­men sie bit­te vom Tischaufsteller!“ Ich kann berich­ten, dass die­ser Tischaufsteller eine Karte war und auf ihr kei­ne Getränke stan­den. Die brach­te erst der Kellner.

Zu guter Letzt gab’s noch eine „offe­ne Sekte“. Tsts.

Mängelexemplar

Na, ich hin­ke mal wie­der der Zeit hin­ter­her und habe Sarah Kuttners „Mängelexemplar“ erst jetzt gele­sen, war ein glück­li­cher Bibliotheksfund. Ich habe zwar immer mehr als genug zu lesen, in die Bibliothek gehe ich den­noch, ich könn­te ja sonst was verpassen.

Das Buch also ist von 2009, und dass es nicht mehr ganz „heu­te“ ist, merkt man u.a. dar­an, dass irgend­was „galo­re“ ist. Was es genau war, habe ich ver­ges­sen, aber wer sagt denn noch galo­re? Ich habs nie gemacht, aber ich bin auch nicht Sarah Kuttner oder Karo Herrmann, so heißt die Hauptperson und das Mängelexemplar. Mit der Psyche hat sies, und dafür gibts Gründe, aber das geht nicht in ihren Kopf oder nur ganz schwer. Angst und Depression, das ist nicht ver­ein­bar mit einem Leben, in dem alles auf­ge­räumt und locker sein soll. Es liest sich leicht, die­ses Buch und endet opti­mis­tisch, was ich gut fin­de, denn ich mag depri­mie­ren­de Enden nicht, auch wenn ich sie manch­mal groß­ar­tig finde.

Es kommt schon rüber, wie schwarz und zer­stö­re­risch die­se psy­chi­schen Krankheiten sein kön­nen, aber dass es auch Licht und Hilfe gibt, wenn man Depressionen und Ängste hat, ist doch eine tau­send­mal bes­se­re Botschaft.