Rummel zu Zeiten von Pisa

Letzte Woche hat es mich auf einen Rummel ver­schla­gen, wo, spielt kei­ne Rolle, die sehen doch sowie­so über­all gleich aus. Sie hei­ßen höchs­tens anders, Jahrmarkt viel­leicht oder Volksfest oder wie auch immer.

Auf die­sem Rummel gab es etli­che Losbuden, an denen man häß­li­che Kuscheltiere und Plastikspielzeug gewin­nen konn­te, alles Losbuden ohne Nieten. Als ich mir Lose kau­fen ließ, damals, als Kind, gab es noch Nieten, da bin ich mir sicher.

Dafür bie­ten einem die Losbuden heu­te Hilfe beim Rechnen, schaut Euch mal das Foto an. Wie ord­net man das ein? Ist das eine Verarschung? Oder braucht die Klientel das? Steckt irgend­ein psy­cho­lo­gi­scher Schachzug dahin­ter? Keine Ahnung. Ich hab jeden­falls kein Geld für 1 Los oder 5 Lose aus­ge­ge­ben. Ist doch lang­wei­lig, so ohne Nieten.

Unsichtbar

In mei­nem Wohnzimmer duf­te­te es nach Parfum. Süßlich. Penetrant. Anhaltend.

Wie das so ist: Ich nahm es zur Kenntnis. Fragte mich, was es sein könn­te. Grübelte kurz. Vergaß es. Das wie­der­hol­te sich, ging eini­ge Tage so.

Bis ich schließ­lich mei­ne Nase auf Pirsch schick­te. Sie führ­te mich zum Fenster. Dort ste­hen Pflanzen. Es war wie beim Blinde-Kuh-Spielen. Zwar sag­te nie­mand „Heiß!“ oder „Kalt!“, aber mei­ne Nase schlug an. Bloß war nichts zu sehen, was einen sol­chen Duft ver­ur­sa­chen könnte.

Bis ich eine der Pflanzen umdrehte.

Kirche heute

Im Heilig-Kreuz-Münster in Rottweil: Ein Kind, ein Vorschulkind, betritt die Kirche und läuft in Richtung Altar. Seine Worte, ich zitie­re: „Wow! Cool! Was für eine Pracht!“

Kindermund.