Im Heilig-Kreuz-Münster in Rottweil: Ein Kind, ein Vorschulkind, betritt die Kirche und läuft in Richtung Altar. Seine Worte, ich zitiere: „Wow! Cool! Was für eine Pracht!“
Kindermund.
Im Heilig-Kreuz-Münster in Rottweil: Ein Kind, ein Vorschulkind, betritt die Kirche und läuft in Richtung Altar. Seine Worte, ich zitiere: „Wow! Cool! Was für eine Pracht!“
Kindermund.
Es gibt Gegenden, da sagt man nicht Waschbecken, sondern Gosse. Aus Gosse wird schnell Gasse oder Glosse. Und um Glossen gehts jetzt: Ich stecke gerade mittendrin in der Organisation eines Glossen-Schreibwettbewerbs, Frau Wortakzente und ich haben im Texttreff dazu aufgerufen, eine Glosse zu schreiben. Drei Themen stehen zur Wahl:
1. Das Leben einer Selbstständigen schreibt die besten Anekdoten
2. Die schrägsten Vorlagen liefert die Politik
3. Ich seh mich schon in 20 Jahren

Seit gestern gibt es endlich die ersten Glossen zu lesen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober, es wird also noch einiges kommen. Mitmachen können nur Texttreff-Mitglieder. Aber kommentieren und mit dem Kommentar nette Preise gewinnen – das kann jede und jeder. Eine Jury wählt am Ende die 15 besten Glossen. Die werden in einem E‑Book veröffentlicht. Und diese 15 besten Glossen stehen dann zur Abstimmung für Platz 1 bis 3, da kann wiederum jede/r mitmachen.
Heutzutage wollen sogar Pilze hoch hinaus und verlassen den Boden. Unten wäre auch Platz gewesen, was wollen die da oben? Ist dort bessere Luft, besseres Essen, eine bessere Aussicht? Ein besseres Versteck ist es schon mal nicht, man sieht sie auf einen Blick, man ist versucht, sie abzuknicken, auch wenn man sie nicht essen will (oder kann). Einfach, um zu sehen, ob das auch echte Pilze sind, ob sie irgendetwas unterscheidet von denen, die sich mit einem Platz im Gestrüpp, zwischen Blättern und Nadeln, Gras und Erde zufrieden geben.
Eigentlich müsste man dazu ein Haiku schreiben. Ich trags nach, falls mir eines einfällt.

