Was durfte ich heute lesen? „Liebe Mutti’s“. So einen schönen und dabei unnötigen Apostroph hab ich schon lange nicht mehr gesehen. Aber ich kann ihn mir erklären: Zum Muttertag bekommt die Mutter oft etwas geschenkt, meist Blumen. Warum nicht zur Abwechslung einen Apostroph, den die Mutter dann beliebig verwenden kann? Zum Beispiel in diesem Satz, der sich in E‑Mails gut macht: „Wie geht’s dir?“ Antwort: „Danke, mir gehts gut. Wie ich sehe, hast du zum Muttertag einen Apostroph geschenkt bekommen, was für eine originelle Idee!“ Übrigens finde ich den Apostroph ziemlich sperrig: Der Duden sagt, es handele sich um einen „der“, aber für mich hört sich „das“ eindeutig besser an. Das Apostroph. Das Auslassungszeichen. Aber wat mutt, dat mutt. Oder so.
Der Sisyphos des Blogzeitalters
Was dem Sisyphos der Stein war, ist dem bloglesenden Menschen die Blogroll. Erst klickt sich der Lesende durch die Blogroll der Blogs, die er mag. Dort findet er Blogs, die er von da an auch liest. Die haben wiederum Blogrolls mit anderen Blogs – und immer so weiter, kein Ende in Sicht. In „Blogroll“ steckt das Rollen des Steins, wen wundert es also noch, dass Sisyphos hier aufgetaucht ist?
In China gibt es auch Sonnenblumen
Denn die Sonnenblumenkerne, die ich gerade esse, stammen von dort. Dank Google weiß ich nun, dass in Deutschland immer weniger Sonnenblumen angebaut werden und dass es 2006 gar eine „Sonnenblumenoffensive“ gegeben hat. Über weit gereistes Essen ist schon viel gesagt worden – ich werd mir dazu endlich mal „Die Einkaufsrevolution“ von Tanja Busse durchlesen, versprochen!