Straßen von Rostock

In Rostock hei­ßen die Straßen „Sackpfeife“, „Diebsstraße“ und „Faule Grube“. Letztere hat einen eige­nen Wikipediaeintrag. (Und es gibt noch ande­re Straßen, doch.)

Vor eini­gen Jahrhunderten ging ein Musiker durch die Straßen, der die Sackpfeife spiel­te. Er musi­zier­te auf dem Rostocker Markt und bekam dafür ein paar Geldstücke in den Beutel, der vor ihm auf dem Boden lag. Da schlich sich ein Dieb an, griff sich das Geld und nahm die Beine in die Hand. Der Musiker begann die Verfolgung und jag­te den Dieb durch die Gassen, durch das Gewühl von Menschen und Tieren. Kurz vor der Faulen Grube, wo das Wasser stand und stank, dreh­te sich der Dieb um und tat einen Schritt zu viel: Er fiel hin­ein. Vor Ekel war er gelähmt, sodass er blieb, wo er war. Der Musiker beug­te sich zu ihm und streck­te sei­ne Hand aus. Der Dieb ergriff sie und stemm­te sich hoch. Er gab dem Musiker das gestoh­le­ne Geld und schlurf­te davon.

Die Plattenapotheke

So was, sie­he unten, einen Automaten, dem man fri­sche Fahrradschläuche ent­neh­men kann wie einem Zigarettenautomaten die Kippen und einem Geldautomaten das Geld, nun, einen sol­chen Automaten, aus dem man Schläuche in ver­schie­de­nen Größen und Breiten zie­hen kann, wird es hier (wo ich woh­ne) nie geben.

Zu steil!
Kaum Radfahrer!
Und wer sein Rad liebt, schiebt. Sowieso.

Fahrradschlauchautomat in Rostock

Kastanienbucheckernzeit

Wir haben eine gro­ße, schö­ne Kastanie in der Nähe, und zu der pil­ge­re ich jedes Jahr im Herbst. Meist mehr­mals. Weil es immer noch Spaß macht, die Kastanien im Gras zu suchen, die Früchte aus der Schale zu holen und sie im Beutel, in der Tasche oder in der Jacke zu sam­meln. Das ist wahr­schein­lich eine Sache aus der Urzeit des Menschen. Wobei man die Kastanien nicht mal essen kann. Aber sie sol­len ja gegen das Reißen hel­fen. Und man kann sie im Winter in den Wald brin­gen, damit die Rehe was zu fut­tern haben. Oder …

Bucheckern – die Hüllen, nicht die Früchte – habe ich die­ses Jahr zum ers­ten Mal in Massen gesam­melt. Ich hat­te in einem Blog die Bastelanleitung für eine Bucheckernkugel gefun­den. Ein per­fek­tes Geschenk jetzt, dach­te ich mir, denn: Man muss raus in die Herbstsonne, um die Bucheckern zu sam­meln, man braucht nur eine Styroporkugel, ein Geschenkband und drei Stecknadeln. Ich bin ja eher für ein­fa­che Dinge, sowohl beim Kochen als auch beim Basteln, wenn ich denn über­haupt bastele …

Aber die Bucheckernkugeln, zwei an der Zahl, sind schön gewor­den! Werden bei­de ver­schenkt und kom­men hof­fent­lich gut an. Vielleicht mach ich noch eine drit­te – für mich. :)