Cafétipp: Alte Löwenapotheke in Wismar

Wenn man den gan­zen Tag her­um­rennt, braucht man zwi­schen­durch doch ein Plätzchen zum Ausruhen. Am bes­ten ein Café, in das man rein­kommt und in dem man sich gleich wohl­fühlt. So gings mir Mitte September in Wismar. Ich hat­te mir den Hafen, all die alten Häuser (wie­der auf­ge­hübscht oder noch zu reno­vie­ren) und die Stadt über­haupt ange­schaut und so lang­sam ein Stück Kuchen und Tee drin­gend nötig. Oder Kaffee.

Und dann lan­de­te ich in der Alten Löwenapotheke. Das Haus hat­te erst einem Bäcker gehört, dann einem Apotheker – und jetzt ist ein Café drin. Bisschen auf alt gemacht, aber doch nicht so, dass es auf­dring­lich wäre. Richtig was zum Gucken mit Regalen, in denen Käufliches steht, Tischen und Stühlen aus Holz, span­nen­den Lampen … Aufs Klo soll­te man auch gehen, so ein Waschbecken sieht man nicht oft. Leider kein Foto davon. ;)

Essen (ein Stück Torte) und Getränke waren lecker, die Bedienung nett. Ich hab mich da so ent­spannt gefühlt, dass ich zu gern län­ger geblie­ben wäre. Aber ich muss­te ja wei­ter durch Wismar laufen …

Zum guten Schluss noch ein Foto von einem Sohn der Stadt, wie man so sagt. Weiß oder errät jemand, wer das ist?

Wer war Karl Stülpner?

Robin Hood kennt ja wohl so ziem­lich jeder, aber Karl Stülpner? Der Stülpner-Karl, wie man im Erzgebirge auch gern sagt, leb­te zur Zeit Goethes, 1762 wur­de er in Scharfenstein gebo­ren, 1841 starb er dort. Goethes Name fällt hier nicht von unge­fähr, bei­de waren Zeuge der Kanonade von Valmy am 20. September 1792 im Ersten Koalitionskrieg der Preußen und Österreicher gegen die Franzosen.

Wenn Stülpner sich nicht gera­de als Soldat ver­ding­te, war er Wilderer und leb­te als sol­cher gefähr­lich. Das Jagen in den Wäldern war nur den Herrschern erlaubt, wer wil­der­te und dabei erwischt wur­de, hat­te mit schlim­men Strafen zu rechnen.

Der Mann aus Scharfenstein hat­te ein beweg­tes Leben – er stamm­te aus einer armen Familie, deser­tier­te mehr­mals aus dem Armeedienst und leb­te mit sei­ner Liebsten in wil­der Ehe.

Wer mehr über Karl Stülpner wis­sen will, kann sich die­ses Hörbuch holen: „Karl Stülpner. Robin Hood der säch­si­schen Wälder“. Das Hörbuch mit einem bekann­ten Haupterzähler (K. Dieter Klebsch, Synchronstimme u.a. von Alec Baldwin und Hugh Laurie), mit Geräuschen und Musik ist die ers­te Publikation des Zeitbrücke Verlags aus Aue. Das Booklet zur CD kann sich sehen las­sen – 24 Seiten mit Texten und Bildern.

Ein Exemplar des Hörbuches ver­lo­se ich in mei­nem ande­ren Blog, dem Schwarzenberg-Blog. Zum Mitmachen bit­te hier kli­cken: www.schwarzenberg-blog.de.

(Und was ich mit die­sem Hörbuch zu tun habe, steht auf der vor­letz­ten Seite des Booklets. :-))

Zeitbrücke Verlag

Karl Stülpner – Robin Hood der säch­si­schen Wälder
ab 8 Jahren
Zeitbrücke Verlag
Umfang: 1 CD
Laufzeit: ca. 72 min
Extra: 24-sei­ti­ges und reich bebil­der­tes Booklet
Erschienen am 21.09.2011
ISBN: 978–3‑9814717–0‑0

Dudeln und Nudeln

Der Tag ist noch nicht alt, aber schö­ner wer­den die Verschreiber nicht. Hab eben anders­wo „Dudeldicke Deern“ statt „Nudeldicke Deern“ geschrie­ben. Das Buch von Anke Gröner hol ich mir, auf jeden Fall!

Vielleicht bin ich alliterationsgeschädigt?
Oder ich will end­lich mal nach Schottland, ganz un- oder unter­be­wusst? (Oder nach Indien.)
Wer weiß.